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Dekorative Wandgestaltung für das Eigenheim

Dekorative Wandgestaltung: Impressionen und Anregungen für den Innen- und Außenbereich

Die dekorative Gestaltung der eigenen vier Wände hat schon sehr früh Einzug in das Leben des Menschen gehalten. Bereits in den allerersten Tagen der Menschheit wurden die Höhlen, die als Zufluchtsstätten für ganze Generationen genutzt wurden, mit farbigen Malereien verziert. Diese Höhlenmalereien beeindrucken Forscher noch heute und geben Aufschluss über die Lebensgewohnheiten und die faszinierenden Entwicklungen im Laufe der Menschheitsgeschichte. Mit dem Aufkommen der ersten antiken Zivilisationen entwickelte sich über die bildliche Gestaltung hinaus auch nach und nach eine Schriftkultur, die neben einem dekorativen vor allem auch einen funktionalen Zweck erfüllte. Den ältesten Inschriften auf Höhlenwänden, die nicht mehr rein bildlicher Natur sind, wird ein Alter von ungefähr 40.000 Jahren zugeschrieben. Diese so genannten Hieroglyphenschriften weisen allerdings noch einen stark bildlichen Charakter auf. Erst etwa 5000 Jahre später wurden die Grundlagen zu den heute gebräuchlichen lateinischen Schriftzeichen entwickelt. Seither gehören Schriftzüge und Inschriften ebenso zu den gebräuchlichen Wanddekorationen wie Bilder und bauliche Elemente. Die ganze Geschichte der Wanddekoration von ihren frühen Anfängen bis zur heutigen Zeit kann unter http://www.wandtattoos.de/blog/sonstiges/hoehlenmalerei-bis-wandtattoo/ nachgelesen werden.



Wenn es um die dekorative Gestaltung von Innen- und Außenwänden geht, ist das Angebot groß. Jeder Baustil, ob historisch oder modern, klassisch oder verspielt, schlicht oder verschnörkelt, lässt sich mit den passenden dekorativen Elementen gekonnt unterstreichen. Dabei sind althergebrachte Elemente wie Stuck und Segenssprüche an der Außenfassade eines Hauses ebenso beliebt wie moderne Bordüren und Wandtattoos für den Innenbereich. Die folgende Bilderstrecke ist eine Reise durch die Wanddekorationen der Jahrhunderte und Jahrtausende und soll dabei gleichzeitig ein paar Impressionen vermitteln, die eine Anregung für die Gestaltung der eigenen vier Wände darstellen kann.

Höhlenmalereien: Beeindruckende Einblicke in das Leben unserer Vorfahren

Wandmalerei in einer Höhle.

Aus ihnen entnehmen Forscher noch heute aufschlussreiche Informationen über das Leben unserer Vorfahren. Meist wurden mit Farben aus Naturmaterialien wie Holzkohle oder Kalkstein einfache Alltagsszenen an die Höhlenwände gemalt. Jagdszenen sind besonders häufig anzutreffen. Auch Glaubensaspekte werden häufig in Form von Höhlenmalereien zum Ausdruck gebracht. Finden sich solche Motive auf Höhlenwänden, kann daraus geschlussfolgert werden, dass die Örtlichkeiten als rituelle Stätte genutzt wurden.

Auch heute werden Wandgestaltungen im Stile der alten Höhlenmalereien wieder als dekoratives Element genutzt. Je nach Untergrund können die Farben mithilfe moderner Wischtechniken sehr lebensecht an historische Höhlenmalereien angeglichen werden. So entsteht ein historisch-rustikales Flair, das so manchen Einrichtungsstil noch besser in Szene setzt.

Hieroglyphen: Auf dem Weg zur modernen Schriftkultur

Hieroglyphen im alten Ägypten

Ungefähr 1000 Jahre vor Christus wurde in Palästina die erste Hieroglyphen-Schrift entwickelt. Es handelt sich noch um eine sehr bildhafte Schrift, mit der aber bereits viele Details abgebildet und schriftlich fixiert werden können. Zwar dauerte es noch eine ganze Weile, bis sich mit den heutigen Schriften vergleichbare Systeme herausbildeten, doch die Hieroglyphen erfüllten damals bereits einen wichtigen Zweck: Sie wurden sowohl als Dekoration als auch als praktisches Hilfsmittel für die verschiedenen Abläufe des Alltags verwendet.

An den Außenfassaden historischer Gebäude finden sich auch heute noch Spuren der alten Hieroglyphen. Außerdem wurden die Bildschriften für Außendekorationen wie Schmuckfliesen, Brunneneinfassungen oder Stützpfeiler wiederentdeckt. Mit ihrer bildhaften Ausstrahlung schaffen sie ein ganz besonderes Flair und eignen sich besonders gut für Naturmaterialien und historisch angelehnte Baustile.

Segenssprüche für Heim und Haus

Ein Haussegen an der Wand eines alten Fachwerkhauses

Ein Element der christlichen Religionen sind die so genannten Haussegen. Sie werden in Form eines Schriftzuges vor allem über Türen und Fenstern angebracht und sollen das Heim und seine Bewohner unter den Segen Gottes stellen. Im Mittelalter erlebten die Haussegen eine besondere Blüte und waren sehr beliebte Dekorationen für die Außenfassade von Häusern. Aber auch im Innenbereich waren häufig Segenssprüche zu finden, die auf Holztafeln eingeschnitzt und mit kunstvollen Ornamenten geschmückt oder direkt auf die Wand aufgetragen wurden. Vor allem im Bereich der Küche und der Stube waren häufig Segenssprüche zu finden. Ein beliebter Brauch war es auch, anlässlich einer Eheschließung einen Segenswunsch für reichen Kindersegen in das Kopfteil des Bettes oder in den Betthimmel einzuschnitzen. Auch hier wurde meist nicht an farbigen Ornamenten gespart und solche mittelalterlichen Möbel sind noch heute echte Meisterwerke der Handwerkskunst.

In den verschiedenen ländlichen Einrichtungsstilen, besonders in Landhausküchen, werden Holzschnitzereien und Segenswünsche heute noch immer gerne verwendet. Sie strahlen rustikale Gemütlichkeit aus und erinnern an historische Dekorationselemente wahrer Handwerkskunst.



Dreidimensionale Kunst: Edler Stuck für innen und außen

Stuck an der Außenwand eines Stadthauses

Stuck ist eine Form der Wanddekoration, der sich trotz seiner langen Geschichte noch heute großer Beliebtheit erfreut. Bereits in der Antike war Stuck ein beliebtes Dekorationselement. Die Modellierung von mörtelartigen Baumaterialien zeugte von großer Kunstfertigkeit und konnte sowohl Außenfassaden als auch Innenräumen einen edlen Touch verleihen. Stuck findet sich heute vor allem an den Fassaden von Altbauten und im Inneren von Altbauwohnungen. Hier sind die Decken häufig mit Stuckelementen verziert, die jedem Raum einen edlen Anstrich verleihen.

Stuckelemente sind meist stilistisch an den Barock und das Rokoko angelehnt und zeigen sich sehr verschnörkelt und verspielt. Moderne Stuckvarianten arbeiten häufig mit einem speziellen Styropor, das besonders gut zu verarbeiten ist und eine lange Lebensdauer aufweist. Hier sind auch schlichtere Stilelemente zu finden, die Fassaden und Innenräumen trotzdem Tiefe verleihen.

Echte Natürlichkeit durch Bossensteine

Bossensteine als Sockelmauererk einer Außenwand

Dekorative Elemente aus Bossensteinen zaubern ein besonders rustikales Flair und sind somit ein echtes optisches Highlight, sowohl an der Außenfassade als auch im Innenbereich. Bossensteine sind Steinquader mit einer natürlich rauen und unebenen Oberfläche. Werden sie in verschiedenen Größen auf die Wand aufgebracht, wirken sie besonders natürlich. Heute werden Bossensteine gerne auf einzelne Wandbereiche der Fassade aufgesetzt. Dort verleihen sie dem Gebäude optische Tiefe und unterstreichen eine besonders massive Bauweise.

Auch in Innenräumen kommen Bossensteine immer wieder gerne als Stilelemente zum Einsatz. So kann beispielsweise die Wand hinter einem Kamin mit Bossensteinen verkleidet werden. Auch die Ummauerung von Türrahmen wirkt mit Bossensteinen sehr rustikal und gemütlich. Durch ihre vielfältigen und flexiblen Einsatzmöglichkeiten sind Bossensteine ein sehr beliebtes Stilmittel, das Fassaden und Innenräumen das gewisse Etwas verleihen kann.

Brillante Farbqualität: Die Fototapete

Ein Foto, das sich zur Fototapete eignet

Eine Fototapete ist eine besonders eindrucksvolle Form der Wandgestaltung. Sie lässt atemberaubende Landschaften, Gebäude oder Naturmotive lebendig werden und entführt den Bewohner so in andere Welten. Wer schläft nicht gerne an einem malerischen Südseestrand oder träumt von einem wunderschönen Sonnenuntergang? Mit einer Fototapete können diese Wünsche wahr werden. Fototapeten überzeugen meist durch große Farbbrillanz und wirken damit sehr lebensecht. In eher kleinen Räumen ist allerdings Vorsicht geboten. Hier kann eine Fototapete schnell überfrachten und verliert damit ihre Wirkung. In kleinen Räumen sind Fotos und Poster die bessere Wahl, wenn es darum geht, Urlaubseindrücke und schöne Szenarien im Bild festzuhalten. Wer eine große freie Wand zur Verfügung hat, kann diese aber mit einer Fototapete sehr wirkungsvoll in Szene setzen.

Künstlerische Akzente setzen mit dem Wandtattoo

Wandtattoo als Text

Wandtattoos sind die moderne Weiterentwicklung historischer Höhlenmalereien und Hieroglypheninschriften. Sie sind vielfältig einsetzbar und bieten eine große Vielfalt an Motiven. Von Schriftzügen über einzelne Motive bis hin zu ganzen Bildern ist alles erhältlich. So lässt sich ein Wandtattoo ganz individuell an den jeweiligen Einrichtungsstil und die räumlichen Gegebenheiten anpassen. Von dezent und schlicht bis hin zu kunstvoll verschnörkelt sind der Phantasie mit dieser Wanddekoration keine Grenzen gesetzt

Wandtattoos bestehen je nach Motiv aus einem oder mehreren selbstklebenden Kunststoffelementen, die mit wenigen Handgriffen auf die verschiedensten Oberflächen aufgetragen und jederzeit spurlos wieder abgelöst werden können. Ideal sind glatte Oberflächen. Bei einem unebenen Untergrund, wie zum Beispiel auf Rauputz, kann die Klebefähigkeit des Wandtattoos beeinträchtigt werden. Je nach Ausführung lassen sich Wandtattoos auch wunderbar mit anderen bereits bestehenden Wanddekorationen wie Fotos und Uhren oder auch mit baulichen Elementen wie Säulen, Mauervorsprüngen oder Erkern verbinden. Mit einem Wandtattoo kommt Farbe in die eigenen vier Wände, ohne dass diese gleich überladen wirken.

Frische Farbe, ohne zu überladen: Die Tapetenborte

Ein breiter Tapetenbord

Ein weiterer Klassiker unter den Wanddekorationen ist die Tapetenborte. Sie ist eine wunderbare Ergänzung zu eher schlicht gehaltenen Wänden und kann farbliche Akzente setzen, wo eine Mustertapete den Raum überfrachten würde. Häufig werden Tapetenborten auch eingesetzt, um zwei farblich unterschiedliche Wandabschnitte voneinander zu trennen. So entsteht ein schöner Übergang, der dem gesamten Raum ein besonderes Flair verleiht.

Tapetenborten können sowohl quer als auch längs zum Einsatz kommen, je nach ihrer Musterung und der Wandgestaltung, in die sie eingepasst werden sollen. Hierbei ist es wichtig, auf eine harmonische Farbgestaltung zu achten und die Borte so in die Wandgestaltung zu integrieren, dass der Raum ein stimmiges Gesamtbild erhält. Ist dies nicht der Fall, kann eine Borte schnell fehl am Platze wirken und den Raum in seiner gesamten Gestaltung unruhig erscheinen lassen. Richtig angebracht setzt eine Borte aber faszinierende farbliche Akzente und kann die Wandgestaltung besonders edel und geschmackvoll wirken lassen.





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