Start
Wohnfläche - Wohnflächenverordnung - Berechnung - Bedeutung der Wohnfläche

Die Wohnfläche

Als Wohnfläche wird die Grundfläche der zum Wohnen geeigneten Räume bezeichnet. Ursprünglich wurde die Wohnfläche nach der II. Berechnungsverordnung ermittelt. Mit Jahresbeginn 2004 wurde sie als gesetzliche Grundlage von der Wohnflächenverordnung abgelöst.

Danach sind zwei Arten der Berechnung der Wohnfläche möglich. Die gängigste ist die Ermittlung der Wohnfläche nach den Fertigmaßen eines Gebäudes. Seltener praktiziert wird die Berechnung der Wohnfläche nach den Rohbaumaßen. Sie ist nach der Wohnflächenverordnung grundsätzlich nicht mehr zulässig. Muss die dennoch im Ausnahmefall nach Rohbaumaßen ermittelt werden, müssen die ermittelten Flächen um drei Prozent gekürzt werden. In der Wohnflächenverordnung wird ganz genau angegeben, welche Räume wie angerechnet werden können. Der wichtigste Aspekt ist die Nutzbarkeit als Wohnraum. So stehen Faktoren wie Beheizbarkeit und die Höhe der Räume im Mittelpunkt.

Räume, die eine Höhe von zwei Metern haben, werden der Wohnfläche voll zugeschlagen. Liegt die Raumhöhe zwischen einem und zwei Metern, wird die Hälfte der Fläche angerechnet. Dabei beschränkt sich die anteilige Anrechnung beispielsweise bei einer Mansardenwohnung ausschließlich auf die Fläche der Dachschräge. Der Rest des Raumes wird voll angerechnet. Bei Wintergärten kommt es auf die Beheizbarkeit an. Ein beheizter Wintergarten wird voll, ein nicht beheizbarer Wintergarten wird zur Hälfte angerechnet.

Ein Balkon, eine Terrasse oder eine Loggia kann je nach Ausstattung mit Anteilen zwischen 25 und fünfzig Prozent auf die Wohnfläche angerechnet werden. Abstellräume in Kellern oder auf Dachböden bzw. in den ehemaligen Außentoiletten werden nicht auf die Wohnfläche angerechnet.

<
Finden Sie im Wohnlexikon die wichtigsten Fragen und Antworten, rund um das Thema wohnen.