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Wohnungskauf mit einem Immobilienmakler - Was ist zu erwarten?

MietvertragBerlin, München, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig oder doch ganz woanders: Jungen Leuten steht die ganze Welt offen, sie können je nach Vorlieben jedes Jahr woanders wohnen, ehe sie sich für eine Stadt zum Sesshaft werden entscheiden. Was aufregend und abenteuerlustig klingt, wird aber nur allzu schnell von der harten Realität eingeholt: In beinahe allen Großstädten herrscht Wohnungsmangel. Es ist oft schwer, an eine Wohnung zu kommen, die den eigenen Ansprüchen genügt und bezahlbar ist. Wohnungsmarkt24 bietet mit seinem Suchportal zwar eine gute Möglichkeit, die perfekte Wohnung zu finden - einigen Suchenden wird es aber im dritten oder vierten Anlauf zu mühsam, selbst die Anzeigen durchzugehen. Sie beauftragen lieber einen Makler mit der Suche. Im Grunde ist dies kein schlechter Gedanke: Der Immobilienmakler hört sich die Wünsche seiner Klienten an und sucht nach diesen Vorstellungen Wohnungen aus seinem Exposé, die er ihnen dann vorschlägt; teilweise finden sich die vom Makler angebotenen Wohnungen auch auf diesem Portal. Trotzdem gibt es aber auch Nachteile bei dieser Vorgehensweise - allen voran die Provision, die der Dienstleister verlangt.


Inhalt:
Wann darf ein Makler Provision verlangen?
Der Ärger mit der Objektbeschreibung
Nachteile der Immobiliensuche mit einem Makler

Wann darf ein Makler Provision verlangen?

Zwei bis drei Kaltmieten Provision - dieser Wert ist jedem bekannt und wer einen Makler einschaltet weiß, dass er dies bezahlen muss. Allerdings erst bei einem erfolgreich abgeschlossenen Miet- oder Kaufvertrag. Wenn der Dienstleister keine Immobilie findet, die dem Interessenten gefällt, so muss dieser auch keine Vermittlungsgebühr bezahlen. Die Provision ist außerdem nur zu zahlen, wenn ein Vertrag zwischen Makler und Interessent zustande gekommen ist, in dem auf die Gebühr hingewiesen wurde. Kompliziert wird dies bei mündlichen Verträgen: Hat der Makler mündlich nicht auf die Provision hingewiesen und besteht kein schriftlicher Vertrag, in dem diese angegeben ist, so muss der Mieter oder Käufer nicht zahlen. Andererseits kann im schriftlichen Vertrag das Entgelt angegeben sein, ohne dass der Makler direkt darauf verweist - hier muss der Interessent allerdings zahlen. Einen Anspruch auf die Provision hat der Makler zudem nur in bestimmten Situationen: Er muss dem Interessent die Wohnung nicht vermittelt haben, es reicht, ihn darauf hinzuweisen. Auch wenn er dann zur Unterzeichnung des Miet- oder Kaufvertrages nicht anwesend ist und die Besichtigung der Wohnung nicht selbst durchführt, muss der Interessent die Provision an ihn zahlen. Kann dieser aber beweisen, dass der Dienstleister nicht Ursache für den Abschluss des Vertrags ist, so kann er die Zahlung des Entgelts verweigern. Es gibt außerdem weitere Möglichkeiten, bei denen keine Provision zu zahlen ist:

Die Provision

  • Die zu vermittelnde Wohnung ist eine Sozialwohnung
  • Der Mietvertrag setzt das Mietverhältnis fort oder verlängert es
  • Der Makler ist Eigentümer, Vermieter oder Mieter der Mietwohnung
  • Der Makler oder seine Angestellten sind Verwalter der Mietwohnung

Sollten Mieter oder Käufer trotz dieser Punkte schon die Provision bezahlt haben, können sie diese zurückfordern. Dieses Recht besteht bei ihnen bis zu drei Jahre nach dem Jahr, in dem der Mieter oder Käufer von den Umständen erfahren hat. Ein Beispiel: Ein Mieter zahlt im Jahr 2008 die Maklerprovision. Er erfährt zwei Jahre später, dass der Makler auch Eigentümer der Mietwohnung ist - die Verjährungsfrist beginnt am 31. Dezember 2010 und läuft am 1. Januar 2014 aus.

Der Ärger mit der Objektbeschreibung

Wer auf Immobiliensuche ist, weiß, wie ungenau einige Exposés angefertigt werden. Es fehlen ein paar Quadratmeter, der Lärm einer Hauptstraße wurde verschwiegen, das Badezimmer hat doch kein Fenster oder die Wohnung liegt im Erdgeschoss statt im 1. Obergeschoss. Ein Makler ist dafür verantwortlich, alle erforderlichen Angaben wahrheitsgemäß im Exposé einzutragen. Dadurch können sich die Suchenden sicher sein, dass die Wohnung keine unangenehmen Überraschungen bereithält. Den Renovierungs- oder Sanierungszustand geben die Dienstleister außerdem genau an und sie können auch auf technische und baurechtliche Fragen antworten - vor allem bei der Miete oder dem Kauf eines Hauses ist dies von Bedeutung. Für die Interessenten verkürzt sich die Suche damit oft entscheidend: Anstatt zu zehn Wohnungsbesichtigungen zu gehen und von acht davon enttäuscht zu werden, schauen sie sich fünf Wohnungen an und können davon ausgehen, dass sie halten, was die Objektbeschreibung verspricht. Die ObjektbeschreibungGute Makler finden außerdem genau die Wohnungen, die den Vorstellungen des Wohnungssuchenden entsprechen. In Berlin finden Interessierte beispielsweise erstklassige Eigentumswohnungen von Ziegert Bank- und Immobilienconsulting. Außerdem können sich die Klienten sicher sein, dass der angebotene Kauf- oder Mietpreis gerechtfertigt ist. Vor allem in Städten, in denen dem Interessenten der Immobilienmarkt unbekannt ist, ist es wichtig, sich auf einen Makler verlassen zu können, der die besten Preise anbietet. Laut makler-vergeich.de stehen die Dienstleister einem vor allem bei einem Umzug mit Zeitdruck unterstützend zur Seite: Sie finden schnell eine passende Immobilie, der Klient muss fast nur noch den Mietvertrag unterschreiben und kann in seine neuen vier Wände einziehen. Besonders bei einem Umzug, der beruflich bedingt ist, ist dies von enormen Vorteil, um möglichst nur geringe Zeit in einem Hotel oder einer Pension leben zu müssen.

Nachteile der Immobiliensuche mit einem Makler

Statistik Wohnungsmarkt24

Die Nachteile der Immobiliensuche mit einem Makler sind schnell zusammengefasst: Die Provision sowie das Image dieser Berufsgruppe. Viele sehen in diesem Dienstleister nur einen Menschen, der möglichst schnell Geld verdienen möchte, ohne großen Aufwand, den er selber betreibt. Dies erklärt sich vor allem darin, dass die Interessenten nicht sehen, welche Mühe es macht, eine Wohnung oder ein Haus präsentierfertig zu gestalten. Teilweise wird es sogar möbliert und dekoriert, damit sich die Wohnungssuchenden besser vorstellen können, wie ihre Möbel in die Räumlichkeiten passen - oder sie kaufen die Ausstellungsmöbel gleich mit. Ein Makler arbeitet daher sehr wohl für sein Geld - Interessenten sollten sich aber dennoch genau informieren, wen sie mit ihrer Wohnungssuche beauftragen. Wie in jeder Berufsgruppe gibt es auch hier Anbieter mit hoher Professionalität und solche, denen das schlechte Image dieses Berufsstandes zu verdanken ist.

Bilder:
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