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Wohnsitz einfach erklärt - Wohnungsmarkt24.de

Definition: Wohnsitz

Die Definition für den Wohnsitz ergibt sich sowohl aus den Bestimmungen des Paragrafen 7 des Bürgerlichen Gesetzbuches als auch dem Paragrafen 8 der Deutschen Abgabenordnung. Dabei sagt das BGB aus, dass als Wohnsitz der Ort bezeichnet wird, an dem sich ein Mensch dauerhaft niederlässt, und räumt gleichzeitig ein, dass ein Mensch nicht nur einen Wohnsitz haben kann. Dabei wird keine Einschränkung hinsichtlich der Art des Wohnens getroffen. Anders ist der Wohnsitz in der Abgabenordnung geregelt. Der Paragraf 8 sagt wörtlich aus „Einen Wohnsitz hat jemand dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung beibehalten und benutzen wird.“



Das deutsche Recht unterscheidet zumindest beim Meldewesen und bei der Steuer zwischen dem Hauptwohnsitz und dem Nebenwohnsitz. Als Hauptwohnsitz wird der Ort bezeichnet, an dem sich der Lebensmittelpunkt des Betroffenen befindet. Anders ausgedrückt ist der Hauptwohnsitz dort, wo man sich die meiste Zeit aufhält bzw. wo sich die eigenen Ehegatten und Kinder aufhalten.

Nebenwohnsitz sinnvoll?

Ein Nebenwohnsitz kann beispielsweise dann notwendig werden, wenn die Entfernung zwischen Hauptwohnsitz und Arbeitsort oder Studienort so groß ist, dass sie als tägliche Pendelstrecke nicht zu bewältigen ist. Ergeben sich aus Studium oder Beruf mehrere Einsatzorte, kann man durchaus auch mehrere Nebenwohnsitze haben.



Nachteil der Nebenwohnsitze ist, dass darauf eine Zweitwohnungssteuer von den Kommunen erhoben werden kann. Anderseits können die Kosten für einen beruflich begründeten Nebenwohnsitz als Sonderausgaben in der Einkommenssteuer geltend gemacht werden. Für die Einkommenssteuer ist immer das Finanzamt zuständig, in dessen Einzugsbereich sich der Hauptwohnsitz befindet.


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