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Wohnraum - Räume zu Wohnzwecken - Räume - Was bedeutet Wohnraum?

Der Wohnraum

Wohnraum wird im Gesetz an verschiedenen Stellen definiert. Grundsätzlich handelt es sich aber um Räume, die zu Wohnzwecken geeignet sind. Das setzt voraus, dass sie umlaufend geschlossen sind und einen oberen und unteren Abschluss besitzen.

In der Baustatik beispielsweise können nur diejenigen Räume eines Hauses als Wohnraum genutzt werden, deren Fußböden auf eine nutzbare Last von 1,5 kN pro Quadratmeter ausgelegt sind. Das erschwert es in vielen Fällen auch, beispielsweise die Räumlichkeiten unter Spitzdächern zu Wohnraum umzufunktionieren. Hier liegt die zulässige Fußbodenbelastung zumeist nur bei einem Wert von einem kN pro Quadratmeter.

Die Berechnung der Fläche für einen Wohnraum erfolgt auf der Grundlage der Bestimmungen der Wohnflächenverordnung, kurz auch als WoFlV bezeichnet. Sie gibt an, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Wohnraum mit der vollen Fußbodenfläche angerechnet werden kann. Hierbei spielen Faktoren wie die Höhe der Räume und ihre Beheizbarkeit eine wichtige Rolle. Für Terrassen und Balkone gelten besondere Regelungen. Kellerräume und Garagen werden nicht als Wohnraum angerechnet.

Die Ermittlung der Flächen für einen Wohnraum sollte nach Möglichkeit auf der Basis der Fertigmaße erfolgen. Ist das einmal nicht möglich, und es muss die Wohnfläche nach den Rohbaumaßen ermittelt werden, ist auf der Basis der gesetzlichen Regelungen eine Kürzung um drei Prozent vorzunehmen.


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