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Verkehrsmittel

Verkehrsmittel

Der Begriff Verkehrsmittel wird heute als Kurzform für die öffentlichen Nahverkehrsmittel verwendet. Allein schon der Begriff zeigt auf, dass es sich um Fahrzeuge aller Art handelt, die von jedermann nach Bedarf genutzt werden können. Heute werden mit dem Begriff Verkehrsmittel üblicherweise Linienbusse, Straßenbahnen, S- Bahnen und andere Nahverkehrszüge und Schienenbusse im Linienverkehr bezeichnet. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um kommunale oder private Betreiber handelt.

Markantes Kennzeichen der öffentlichen Verkehrsmittel sind die regelmäßige Bereitstellung der Beförderungsmöglichkeit über einen Fahrplan und die Nutzbarkeit durch jedermann ohne vorherige konkrete Bestellung. Eine Ausnahme stellen hier die Rufbusse und Ruftaxis dar. Sie werden auf wenig genutzten Strecken eingesetzt und fahren nur nach Bestellung, gehören aber trotzdem zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bei jeder einzelnen Nutzung kommt stillschweigend ein Beförderungsvertrag zwischen dem Anbieter der öffentlichen Verkehrsmittel und den Nutzer zustande, aus dem sich verschiedene Rechte und Pflichten ableiten. Die dazu gehörigen Beförderungsbestimmungen der jeweiligen Verkehrsgesellschaft akzeptiert der Nutzer in dem Moment, in dem er in das Verkehrsmittel einsteigt. Der Nutzer geht die Verpflichtung ein, das jeweils gültige Entgelt für die einzelne Beförderung zu bezahlen. Das kann er durch den Kauf eines Einzelfahrscheins tun, aber auch durch den Erwerb von Zeitkarten.

Die Betreiber gehen im Gegenzug die Verpflichtung ein, den Nutzer sicher von A nach B zu befördern. Das schließt auch eine Haftpflichtversicherung ein, die dem Nutzer eine Entschädigung für den Fall verspricht, dass er durch Verschulden der Verkehrsgesellschaft während der Fahrt einen Schaden erleidet. Dabei ist es unerheblich, ob dieser durch einen technischen Defekt des Fahrzeugs oder einen Fehler des Fahrzeugführers verursacht wird.


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