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Stein auf Stein zum Energiesparhaus

Stein auf Stein zum Energiesparhaus

Bis 2009 stellten sich Häuslebauer die Frage, ob sie ein Energiesparhaus bauen sollten. Dieses Gebäude hatte schon immer viele Vorteile, war aber keine Pflicht. Das hat sich mit der seit 2009 bundesweit geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) geändert. Die neue Frage lautet: Wie viel Energie möchte ich mit meinem neuen Haus sparen? Weiterhin gibt es Skeptiker, die die etwas höheren Baukosten abschrecken. Auch wenn das Energiesparhaus tatsächlich anfangs mehr kostet, amortisiert sich die Investition durch den niedrigen Energieverbrauch innerhalb weniger Jahre und spart den Häuslebauern langfristig Geld.

Warum ein Energiesparhaus benötigt wird

EnergiesparhausDas Energiesparhaus ist ohne Frage das Eigenheim der Zukunft. Steigende Energiekosten sind nur einer von vielen Gründen, warum das Energiesparhaus dem Verbraucher zugutekommt. Wie der Name bereits vermuten lässt, benötigt ein Energiesparhaus weniger Energie für Heizung, Strom und Warmwasser als traditionelle Immobilien. Der niedrige Energieverbrauch kommt nicht nur dem Portemonnaie des Besitzers zugute, sondern schont gleichzeitig auch die Umwelt. Zum Vergleich: Das KfW Effizienzhaus 40 verbraucht nur 30 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m²) Wohnfläche. In anderen Worten, der Energieverbrauch ist 60 Prozent geringer als der eines Standardneubaus (70 kWh/m²).


Das Energiesparhaus wird gefördert

Privatpersonen, die Wohneigentum erwerben oder bauen und selbst nutzen möchten, können unabhängig von Familienstand und Alter einen der zahlreichen Kredite aus dem KfW-Wohneigentumsprogramm erhalten. Die KfW-Fördermittel gewähren den Häuslebauern bis zu 50.000 Euro für das Baugrundstück, Außenanlagen sowie Bau- und Nebenkosten. Häuslebauer können einen KfW-Kredit direkt über ihre Hausbank beantragen. Die KfW-Bank fördert im Rahmen ihres Programms »Energieeffizient Bauen« den Neubau von Energiesparhäusern des Standards 40, 55 und 70. Je kleiner der Wert, desto höher sind die Fördermittel.

Neben den Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau können Interessierte Förderungen von Ländern und Kommunen in Anspruch nehmen. Viele Förderungen und Baukredite der Länder sind auf Familien abgestimmt. Es gibt aber auch zahlreiche Belohnungen für Single-Haushalte, die energieeffizient bauen. Auch Kommunen haben eigene Förderungen. Hauptansprechpartner ist die Gemeinde- oder Stadtverwaltung, bei denen die Förderanträge auch abgegeben werden.

Die wichtigsten Schritte zum Energiesparhaus

  1. Informationen sammeln: Energiesparhaus ist nicht gleich Energiesparhaus. Es gibt viele verschiedene Formen und Standards, die sich grundlegend voneinander unterscheiden. Häuslebauer müssen sich zunächst darüber informieren und dann festlegen, welcher Energiesparhaustyp für sie infrage kommt. Das Finanzierungskapital sowie Fördermittel spielen in dieser Phase eine große Rolle.
  2. Hausbau planen: Um den gewünschten Energiestandard zu erreichen, müssen alle Technologien aufeinander abgestimmt werden. Gerade die Planung sollten Interessierte einem Profi überlassen, der sich mit Energiesparhäusern auskennt. Nur so geht man sicher, dass das Haus am Ende auch die gewünschte Energieeffizienz erreicht.
  3. Haus bauen: In der Bauphase müssen Bauherren überlegen, ob sie das gesamte Haus einem Unternehmen überlassen oder einen Architekten inklusive Bauarbeitern beauftragen. Einige Arbeiten werden vielleicht sogar in Eigenregie erledigt, zum Beispiel das Mauern und Verputzen. In diesem Fall gibt es hilfreiche Tipps zum Mauern und Verputzen. Gerade das Verputzen ist ein relativ simpler Arbeitsschritt, die geübte Heimwerker leicht selbstständig erledigen und so Geld sparen können. Andere wichtige Arbeiten hingegen überlasst man besser dem Profi.
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Bildcopyright Bild 1: Train.bird / flickr.com



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