Niedrigzinsniveau - Immobilienerwerb lohnt sich wieder

Niedrigzinsniveau: Warum sich der Immobilienerwerb gerade jetzt lohnt

Ein Großteil der Deutschen lebt zur Miete. Viele von ihnen träumen jedoch davon, in absehbarer Zeit in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Angesichts der aktuell niedrigen Zinsen, sollten diese Bundesbürger jetzt ernsthaft mit dem Gedanken spielen, sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

Eine aktuelle Emnid-Umfrage ergibt, dass mehr als 90 Prozent der befragten Mieter ein Eigenheim erwerben oder bauen möchte. Zu den beliebtesten Argumenten gehört die Unabhängigkeit vom Vermieter, die Vererbbarkeit, der bleibende Wert, eine gute Altersvorsorge sowie die Tatsache, die Miete nicht länger zahlen zu müssen. Doch welche dieser Argumente sind gute Gründe für ein Eigenheim?

5 gute Gründe für ein Eigenheim

Ein Haus in den Händen

Wie die zuvor erwähnte Umfrage zeigt, gibt es mehrere Kandidaten, die als Grund für den Kauf eines Eigenheims sprechen. Im Anschluss stellen wir fünf Gründe vor, die eine solide Basis besitzen:

  1. Lebensqualität: Wer nicht um eine Kündigung oder Mieterhöhung bangen muss, lebt erholsamer, man kann sogar sagen, er hat eine höhere Lebensqualität. Zwar gibt es mittlerweile einen umfassenden Mieterschutz, dennoch besteht ein gewisses Restrisiko, wenn der Mieter zum Beispiel wegen Eigenbedarf kündigt.
  2. Bezahlbarkeit: Die europäische Schuldenkrise brachte viel Leiden mit sich, jedoch auch eine positive Folge, nämlich die historisch niedrigen Zinsen. Wer sich heute für eine Immobilie interessiert, muss weitaus weniger dafür aufwenden, als Mitte der 1990er Jahre. Hinzu kommt der Vorteil, dass heutige Banken wie die Landesbausparkasse (LBS) vorteilhafte Immobilienfinanzierungen anbieten. Auf www.lbs.de können Interessierte ihre Finanzierung selbst berechnen und einen Beratungstermin bei der zuständigen LBS in ihrer Region vereinbaren. Immobilienkäufer können so leichter denn je ihren Traum vom Eigenheim planen und kalkulieren.
  3. Altersvorsorge: Wer in seiner Rentenzeit ein Teil seiner Pension an den Mieter zahlen muss, muss wohl oder übel Kompromisse eingehen müssen. Anders sieht es aus, wenn man ein Eigenheim besitzt. Ein frühzeitiger Erwerb einer Immobilie in Kombination mit dem erfolgreichen Tilgen des Darlehens sorgt für eine Bleibe, die man sein Eigen nennen kann.
  4. Steuerersparnis: Die eingesparte Miete der schuldenfreien, selbst genutzten Immobilie ist die Rendite. Diese ist im Vergleich zu Erträgen, welche man aus anderen Kapitalanlagen erhält, steuerfrei. Zudem lässt sich eine Immobilie steuergünstig, zum Teil sogar steuerfrei, verschenken, vererben und grundsätzlich verkaufen.
  5. Wertsteigerung: Eine Immobilie, die in puncto Qualität, Wohnlage und Preis perfekt ist und auf lange Sicht gepflegt wird, behält nicht nur ihren Wert, dieser steigt sogar. Diese steuerfreie Wertsteigerung kann man einsparen oder man erzielt Gewinne durch den Verkauf der Immobilie.

Hauskauf bleibt eine Investition fürs Leben

Vor einigen Wochen machten Schlagzeilen wie „Hauskauf ohne eigenes Geld“ die Runde. Die historisch tiefen Bauzinsen sollen in Deutschland abenteuerliche Finanzierungen und damit den Traum vom Eigenheim möglich machen. Interessierte müssen derzeit nur 2,4 Prozent für ein durchschnittliches Hypothekendarlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren zahlen. Einige Banken ermöglichen sogar eine Finanzierung von bis zu 115 Prozent. Damit ermöglichen sie Interessierten, zusätzlich zum Kaufpreis auch die Grunderwerbssteuer und Notargebühren zu zahlen.

Dasselbe Szenario gab es vor einigen Jahren in der zweiten Heimat des Deutschen, Spanien. Der dortige Immobilienboom endete schnell in einem Überangebot, dessen Resultat bis heute leerstehende Wohnungen ist. Die Bundesbank warnte bereits vor den möglichen Gefahren eines Immobilienbooms in Deutschland in Kombination mit dem aktuellen und weiter anhaltenden Dilemma der Euro-Zone. Für einige Länder ist der durchschnittliche Leitzins zu hoch, für andere zu niedrig. Bereits zu Beginn der Währungsunion gab es dieses Problem und es führte letztlich auch zur „Euro-Krise“. Die niedrigen Leitzinsen im boomenden Spanien sorgten für Exzessen am Immobilienmarkt und einem Platzen der entstandenen Blase, während die Zinsen im schwächelnden Deutschland zu hoch waren. Nun ist die Lage genau umgekehrt.

Experten warnen Verbraucher, die eine Immobilie ohne Geld kaufen möchten. Wie immer gilt als Faustregel: Jeder Käufer sollte zwischen 20 und 30 Prozent der Kaufsumme selbstständig mitbringen. Eine Vollfinanzierung ist nur in wenigen Ausnahmen sinnvoll.