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Klimafreundliches Bauen Förderung 2023: Alles, was Sie wissen müssen

von Hans Wagner
Klimafreundliches Bauen Förderung 2023: Alles, was Sie wissen müssen

In den letzten Jahren hat sich das Bewusstsein für die Bedeutung des Klimaschutzes und der Energieeffizienz im Gebäudebereich deutlich erhöht. Damit einhergehend sind auch vermehrt Forderungen nach klimafreundlichem Bauen und entsprechenden Förderprogrammen laut geworden. Im Jahr 2023 werden sich einige interessante Fördertöpfe und Anreize rund ums klimafreundliche Bauen anbieten. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten geben.

Förderprogramme für klimafreundliche Neubauten

Nicht nur beim Umbau von Bestandsgebäuden, sondern auch für Neubauten gibt es finanzielle Hilfen und Unterstützung von staatlicher Seite. Die Förderprogramme setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Anforderungen.

KfW-Effizienzhäuser und Zuschüsse

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet sowohl zinsgünstige Darlehen als auch Investitionszuschüsse für Bauherren an, die ein energieeffizientes Haus bauen möchten. Die Förderung ist gestaffelt und richtet sich nach dem erreichten Effizienzhaus-Standard, beispielsweise KfW-Effizienzhaus 40 oder KfW-Effizienzhaus 55. Je besser der erreichte Standard, desto höher fällt der Zuschuss aus. Neben den Förderungen für Neubauten gibt es auch finanzielle Unterstützung für energieeffiziente Sanierungen und Modernisierungen von Bestandsimmobilien.

BAFA-Förderung für erneuerbare Energien

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebereich, insbesondere Solarthermie-Anlagen, Wärmepumpen und Biomasseheizungen. Diese Förderung kann sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen in Anspruch genommen werden. Für die einzelnen Anlagetypen gelten unterschiedliche Fördersätze und Konditionen, die sich jeweils an der Größe und Leistungsfähigkeit der Anlage orientieren. Das BAFA bietet zudem eine besondere Förderung für innovative Technologien und Lösungen an, die einen besonders hohen Beitrag zur Energieeinsparung leisten können.

Fördermöglichkeiten für energetische Sanierung von Wohngebäuden

Auch bei der Sanierung von bestehenden Wohngebäuden sind verschiedene Fördermittel verfügbar, um Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz finanziell zu unterstützen.

KfW-Programme „Energieeffizient Sanieren“

Im Rahmen der Programme „Energieeffizient Sanieren“ unterstützt die KfW sowohl Einzelmaßnahmen, wie beispielsweise den Austausch von Fenstern oder die Dämmung der Fassade, als auch umfassende energetische Sanierungen. Hierbei ist eine Staffelung der Förderhöhe je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard vorgesehen. Zusätzlich gibt es verschiedene kombinierbare Zuschüsse, beispielsweise für das Einholen eines Energieberaters oder für den Austausch von Heizungsanlagen.

Steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Maßnahmen

Seit 2020 können steuerpflichtige Eigentümer von selbstgenutzten Wohngebäuden die Kosten für energetische Maßnahmen an Gebäudehülle und Heizungsanlage über einen Zeitraum von drei Jahren in ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen. Dabei ist ein Anteil von bis zu 20% der förderfähigen Investitionskosten absetzbar. Allerdings gelten bestimmte Bedingungen hinsichtlich der technischen Anforderungen und des Baujahres des Gebäudes.

Wohneigentumsförderung beim Eigenheimerwerb

Beim Erwerb von Wohneigentum, sei es durch Neubau oder Kauf einer Bestandsimmobilie, sind ebenfalls Fördermöglichkeiten vorhanden:

  1. KfW-Wohneigentumsprogramm: hier werden zinsgünstige Darlehen für den Kauf und Bau von selbstgenutztem Wohneigentum angeboten.
  2. Baukindergeld: Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren können das Baukindergeld als Zuschuss für den Erwerb von Wohneigentum beantragen.

Anträge und Anlaufstellen für Förderungen

Förderanträge sollten grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, da eine nachträgliche Berücksichtigung oftmals nicht möglich ist. Oftmals kann die Beantragung direkt über die KfW oder BAFA erfolgen, in bestimmten Fällen müssen Anträge jedoch auch über die jeweilige Hausbank gestellt werden.

Eine gute Anlaufstelle für Informationen zu Förderprogrammen und Antragsverfahren ist das „Netzwerk Energieberatung“ der Verbraucherzentrale. Hier erhalten Sie unabhängige Beratung und Unterstützung bei der Auswahl der passenden Förderung und der korrekten Antragstellung.

Zukunft des klimafreundlichen Bauens: Weiterentwicklung der Förderprogramme

Die genannten Programme sind Teil eines umfassenden Pakets zur Förderung klimafreundlicher Neubauten, aber auch energetischer Sanierungen im Bestand. Um die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, ist davon auszugehen, dass diese Programme und Initiativen weiter ausgebaut und gegebenenfalls angepasst werden, um einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz durch energieeffizientes Bauen zu leisten.

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