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Was ist eine Kaltmiete? - kalte Betriebskosten

Was ist eine Kaltmiete?

Der Begriff mag so manchen Laien suggerieren, dass es sich hier um das Nutzungsentgelt handelt, von dem lediglich die Heizkosten abgezogen worden sind. Diese Annahme ist falsch. Die Wortbestandteile „Kalt“ und „Warm“ bei der Miete haben mit der Heizung nur wenig zu tun.

Als Kaltmiete im Sinne der wohnungswirtschaftlichen Definition wird allein der Teil der Miete bezeichnet, den der Eigentümer für die Überlassung der Mieträume erhebt. Darin sind keinerlei Nebenkosten enthalten. Welche Nebenkosten der Vermieter über die Kaltmiete hinaus erheben kann, ist in der Betriebskostenverordnung geregelt. Sie trat am 1. Januar 2004 in Kraft und ist im Bundesgesetzblatt I ab Seite 2.346 veröffentlicht worden. Sie hat die vorher gültigen Regelungen der Anlage 3 der II. Berechnungsverordnung abgelöst.



In einem Exposé für einen Wohn- oder Gewerberaum müssen also immer drei Positionen ausgewiesen sein, wenn man daraus einen Rückschluss auf die insgesamt anfallenden Kosten für die Anmietung des offerierten Objektes ziehen möchte. Das umfasst die Kaltmiete, die allgemeinen Nebenkosten und die Heizkosten. Erst wenn man alle drei Positionen zusammen rechnet, erhält man den Gesamtpreis.

Sollen die möglichen Gewinne berechnet werden, die man mit einer Investition in eine Immobilie erzielen kann, wird auf der Einnahmenseite immer nur die Kaltmiete angesetzt. Die Nebenkosten stellen in der Buchhaltung des Eigentümers lediglich durchlaufende Posten dar und können deshalb nicht als Gewinne mit angerechnet werden.




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