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Energie im Haushalt sparen

Energie im Haushalt sparen: Warum und wie sollte man sparen?

Die Entwicklung der Abgaben auf Strom in Deutschland

Alle zusätzlichen Kosten, die der Verbraucher neben dem Nettopreis bezahlen muss, lagen im Jahr 2000 noch bei 5,32 Cent/ Kilowattstunde (kWh). Im Jahr 2013 war dieses Abgabenbündel jedoch bereits auf 14,41 Cent/ kWh angestiegen. Nicht nur die in den letzten beiden Jahren zusätzlich erhobene §19-Umlage und die Offshore-Haftungsumlage wirken sich hier aus. Auch die meisten anderen Steuern und Abgaben wie die Mehrwertsteuer und die stark angewachsene EEG-Umlage sind für diese rapide Erhöhung verantwortlich. Gleich geblieben sind seit vielen Jahren die Konzessionsabgabe und die Stromsteuer. Für weitere Erhöhungen sorgten die Stromanbieter in der Bundesrepublik, die häufig lediglich für ein Jahr die Stabilität ihrer Preise garantieren.

1. Beleuchtung

Es werden in den letzten Jahren in ganz Europa mehr Energiesparlampen produziert. Sie sind nicht nur bis zu zehn Mal so lange haltbar wie die traditionellen Glühbirnen. Im Gegensatz zu letzteren produzieren die Sparlampen mit einem kleinen Teil der Energie die gleiche Helligkeit. Bei herkömmlichen Glühbirnen wurde ein großer Anteil des Stroms in (nutzlose) Wärme transformiert. Da Energiesparlampen etwa fünf Mal so effizient sind, braucht man beispielsweise statt einer zuvor genutzten 60-Watt-Birne lediglich eine Energiesparbirne mit 11 Watt. Auf diese Weise kann man im Jahr schon mit dem Einsatz einer einzigen Energiesparlampe seinen Verbrauch um dreistellige Eurobeträge senken. Wer so bei seiner gesamten Beleuchtung konsequent spart, der kann bei einer neuen, passenden Lampe diese gleich mit einer Energiesparbirne bestücken. So kann nach und nach Geld gespart und die Wohnung stilvoller gestaltet werden. Doch auch bei anderen elektrischen Geräten ist es möglich, seinen Stromverbrauch zu senken.



2. Kühlschränke

Einen Kühlschrank sollte man so kurz wie möglich öffnen, um die Kühlwaren dort zu deponieren. Denn je mehr (in der Regel) warme Zimmerluft hineindringt, desto mehr muss das Gerät die Temperatur im Inneren wieder hinunterkühlen. Dasselbe gilt deshalb für noch warme Speisen: Diese sollten nur vollkommen abgekühlt eingestellt werden. Auch die verschiedenen Bereiche des Kühlschranks sind unterschiedlich kalt, sodass man die Nahrungsmittel in den geeigneten Kühlzonen lagern sollte. Über der Schublade ist es mit vier bis sieben Grad am kühlsten, deshalb sollte dort Fleisch aller Art platziert werden. Von unten nach oben wird es wärmer, am wärmsten jedoch ist es an der Türe mit etwa 10 Grad, in der man Milchprodukte oder Ketchup am besten aufhebt. Das Gefrierfach muss in regelmäßigen Abständen abgetaut werden, da sonst das Eis darin zusätzlich zur Kühlleistung selbst gekühlt wird.

3. Unterhaltungselektronik

Ganz gleich, ob es sich um Computer, TV, Drucker oder Scanner handelt: Man sollte Geräte möglichst immer ganz abschalten. Der Stand-By-Modus verbraucht Strom. Wer nicht alles einzeln ausstöpseln will, sollte auf Mehrfachsteckdosen zurückgreifen. Wer die Wahl hat, sollte sich statt für einen Desktop-PC für ein Notebook entscheiden, da diese wesentlich weniger Energie benötigen. Die neueren Monitore (TV, Computer) verbrauchen generell weniger Strom als die alten Röhren für die Bilddarstellung.



Energiesparrichtlinien und weitere Anmerkungen

Für alle elektronischen Geräte in der EU wurden neue Energiesparrichtlinien erlassen, die sukzessive in den einzelnen Gerätesparten umgesetzt werden. Die neuen Kategorien sind A+, A++, A+++ (die energiesparendste Variante). Sie beziehen sich nicht nur auf die genannten Beispiele elektronischer Geräte, sondern auch auf Wäschetrockner, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Mikrowellen und viele weitere Haushaltshilfen.

Sicherlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um Strom einzusparen. Weitere Ratschläge, aber auch entsprechende Sparmodi für die verschiedenen Geräte, finden sich beispielsweise immer häufiger in den Bedienungsanleitungen, in die man zumindest einmal einen Blick riskieren kann. Ganz davon abgesehen, dass man durch konsequentes Energiesparen mehr Geld übrig hat, gibt es noch einen anderen Grund: Es ist umweltfreundlich!


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