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Brandschutz in der Wohnung - Rauchmelder, Feuerlöscher und Co

Brandschutz in der Wohnung: So schützen Sie sich und Ihre Familie

Jährlich sterben in Deutschland durch Feuer, Flammen oder Rauch etwa 500 Menschen, die meisten davon in den Privathaushalten. Im gesamten Bundesgebiet entstehen pro Jahr ungefähr 200.000 Brände. Das hat die Regierung dazu veranlasst, über die jeweiligen Landesbauordnungen die gesetzliche Rauchmeldepflicht einzuführen. Neben der Rauchmeldepflicht kann man jedoch auch selbst für mehr Feuerschutz in den eigenen vier Wänden sorgen.

Die Rauchmeldepflicht: Was dabei zu beachten ist

Rauchmelder aus Kunststoff mit innen liegender Elektronik
Copyright: Stephan Poost / pixelio.de
Mehr als 90 Prozent der Brandopfer kommen bei einem Brand um, weil sie an Folgen der tödlichen Rauchvergiftung und nicht wegen der Flammen sterben. Etwa 70 Prozent der Feuerunfälle in den privaten Wohnungen ereignen sich nachts, wenn die Einwohner schlafen. Die Rauchmeldepflicht wurde bis jetzt in 14 Bundesländern aufgeführt, nur in Saarland und Thüringen ist die Ausstattung mit Rauchmeldern nur bei Neu- und bei Umbauten eine Pflicht. Für die Installation und den einwandfreien Betrieb der Rauchmelder ist grundsätzlich der Haus- oder Wohnungseigentümer verantwortlich. Vorsicht ist bei Mietverhältnissen geboten: Nur in Mecklenburg-Vorpommern wird der Eigentümer der Immobilie in die Pflicht genommen, in anderen Ländern gilt der Mieter nach Schlüsselübergabe als Besitzer der Wohneinheit und ist somit für die Installation und Betrieb der Rauchmelder verantwortlich. Die Vermieter dürfen die Kosten für die Installation und Wartung der Rauchmelder auf die Miete und die Nebenkosten umlegen – beide Kosten sollten jedoch voneinander getrennt abgerechnet werden. Bei dem Kauf und Installation von Rauchmeldern sollte man einige Punkte beachten:

  • Mindestanforderungen eines Rauchmelders: DIN EN 14604. Auf den Geräten sollte die Angabe „EN 14604“ mit CE-Zeichen und Prüfnummer stehen.
  • Rauchmelder kaufen, die unabhängig vom Stromnetz, also batteriebetrieben, arbeiten. Von der Qualität her gibt es einfache Rauchmelder mit handelsüblichen Batterien bis zu hochwertigen Funksendern, die miteinander vernetzt werden können und Akkulaufzeiten von bis zu 10 Jahren aufweisen.
  • 85dB(A) lauter Warnton als Mindestanforderung, 30 Tage, bevor die Batterie leer ist, soll ein Warnton erfolgen
  • langlebige Batterien mit 10 Jahren Laufzeit und einer LED-Anzeige des Betriebszustands verwenden
  • die Melder sollten untereinander vernetzt werden.

Die Rauchmelder werden in Kinder- und Schlafzimmer sowie in den Fluren angebracht. Sie werden waagerecht an die Decken montiert und sollten zu den umliegenden Wänden mindestens 50 Zentimeter Abstand halten.

Weitere nützliche Brandschutzmaßnahmen in der Wohnung

In keinem Haushalt darf neben dem Rauchmelder auch ein Feuerlöscher fehlen. Die Feuerlöscher sind je nach Brandfall in unterschiedlichen Ausführungen im Shop "Seton.de" der Brady GmbH erhältlich. Außer den Wasser-, Schaum- oder CO2-Löschern sind Pulverlöscher für die privaten Haushalte bestens geeignet, weil man sie eigentlich für alle Brandklassen nutzen kann. Professionelle Feuerlöscher sollten mindestens die Bezeichnung „CE“ und „EN3“ aufweisen. Die Feuerlöscher werden im Haus an einem zentralen Ort aufgestellt, der zudem gut erreichbar ist.


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