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Konstanter Boom des Wohnungsbaus in Deutschland

Der Boom im deutschen Wohnungsbau hält noch immer an. Vor wenigen Tagen teilte das Statistische Bundesamt mit, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 über 136.000 Genehmigungen für einen Umbau oder Neubau von Wohnungen erteilt worden. Damit ist dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr rund 9,6 Prozent höher.


Ausschlaggebend ist das historisch niedrige Zinsniveau

Wohnungen/MietwohnungenEin wichtiger Grund für diesen Bauboom ist mit Sicherheit das historisch niedrige Zinsniveau. Da die Europäische Zentralbank EZB den Leitzins im europäischen Raum auf 0,15 Prozent reduziert hatte, werden die Kredite logischerweise ebenfalls günstiger. Ebenso ausschlaggebend ist, dass Immobilien in beliebten Innenstadtbereichen sehr hohe Rendite erzielen. Dieser Vorteil ist für Investoren in Zeiten, in denen klassische Sparmethoden nur derart geringe Zinsgewinne ermöglichen, noch interessanter.


Mehr Genehmigungen für Neubauwohnungen

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil an Genehmigungen für Neubauwohnungen um 7,3 Prozent erhöht. Mehr als 118.700 Neubauwohnungen aus Wohngebäuden wurden dem Genehmigungsverfahren unterzogen. Ein Großteil dieser Wohnungen befindet sich – mit einem Vorjahresplus von 12,8 Prozent – in Mehrfamilienhäusern und lässt sich über Portale wie Neubaukompass mieten. Noch deutlicher erhöhte sich das Interesse an Eigentumswohnungen. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Genehmigungen für diese Immobilien um 14,3 Prozent. Ebenso prägnante Pluswerte ließen sich bei Umbauten feststellen. Genau 15.818 Bauherren ließen sich Umbauten des Wohneigentums genehmigen. Im direkten Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl um 31,6 Prozent gestiegen.


Die Genehmigungsquote für Ein- und Zweifamilienhäuser ist leicht gesunken

Im Gegensatz zu diesen Positiv-Trends ist der prozentuale Anteil an Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser ganz leicht zurückgegangen. Während die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um ein Prozent gesunken ist, hat sich die Prozentzahl für Genehmigungen von Zweifamilienhäusern um 0,4 Prozent reduziert.


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