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Hintergrundinformationen zum Thema Bausparen

Hintergrundinformationen zum Thema Bausparen


Das Thema Bausparen wird seit Jahrzehnten von allen möglichen Stellen auf die Tagesordnung gesetzt, beworben und als ideale Maßnahme für Wohneigentum propagiert. Sicherlich überwiegen im Regelfall die Vorteile dieses Finanzierungskonstruktes, in Zeiten äußerst niedriger Leitzinsen jedoch ist eine breite Risikostreuung und Diversifikation angebracht, um ein solides Fundament zu schaffen. Besonders junge Familien profitieren im Bereich des Bausparvertrages, dennoch sind häufig wesentliche Punkte dieses Konstruktes unklar oder falsch gespeichert.

Dieser Beitrag soll Ihnen dabei helfen, die vielen unterschiedlichen Bestandteile auseinanderzuhalten und differenziert betrachten zu können.


Copyright: Esther Stosch  / pixelio.de

Drei bestimmende Phasen

Bausparen gilt deshalb als sicher, weil von Anfang an die grundlegenden Bestandteile wie Zinsen und Laufzeit festgelegt sind. Dies ermöglicht, insbesondere unter Betrachtung der staatlichen Förderung, eine genaue Kalkulation und bietet damit Planungssicherheit in stürmischen Zeiten. Zudem kann jeder Vertrag, etwa durch Sonderzahlungen oder Anpassung des Zinssatzes, an veränderte Lebenssituationen (weiteres Kind, andere Prioritäten, etc.) angepasst werden und bietet damit eine im Vergleich kaum erreichte Flexibilität – vor allem in Gebieten mit größeren Preissteigerungen wie im Rhein-Main-Gebiet. Um sich allerdings einen Überblick über die wesentlichen Punkte machen zu können, müssen zunächst die drei wesentlichen Phasen bekannt sein.




  • Die Ansparphase dient dazu, im Regelfall einen Betrag von 50 Prozent der vertraglichen Bausparsumme anzusammeln. Sie leisten in Form regelmäßiger Raten, können das Ganze jedoch mittels Sonderzahlungen beschleunigen. Dieses Guthaben wird vertraglich verzinst, zudem ist eine Einbeziehung der staatlichen Wohnungsbauprämie möglich. Sofern Ihr Einkommen unter einer gewissen Grenze liegt, erhalten Sie einen fixen Betrag obendrauf. Es empfiehlt sich zudem, den Bausparvertrag mit den vermögenswirksamen Leistungen (vL) zu kombinieren.

  • Die SpaKa Bausparangebote beispielsweise, die zu den größten Bausparkassen Deutschlands zählen, verfügen über sehr hohe liquide Mittel und ermöglichen damit eine schnellere Zuteilung. Diese Auszahlungs- und Zuteilungsphase nämlich, die vor allem anhand der Zielbewertungszahl definiert wird, beschreibt die Zeit der intensiven Vorbereitung von Baumaßnahmen oder dem tatsächlichen Immobilienerwerb. Allerdings unterscheiden sich die Mechanismen, sodass Sie immer nur Prognosen erhalten werden.

  • Wurde die Bausparsumme ausgezahlt, also Guthaben plus Darlehen, dann beginnt die Darlehensphase. Sie zahlen die festgelegte Rate und tilgen im Regelfall wesentlich schneller, da das System der Bausparkassen auf Gegenseitigkeit beruht. Aufgrund des niedrigen Zinssatzes rechnet sich die höhere Rate jedoch, da die Tilgung wesentlich mehr Anteil daran nimmt und zinsgünstige Zeiten den Weg zur schuldenfreien Immobilie ebnen.

Fazit

Nutzen Sie die historisch niedrigen Zinsen, um durch eine Sparleistung einige effiziente Tilgung der Darlehenssumme zu erreichen – Sie sichern sich nur über einen Bausparvertrag diese Zinsen, ohne zusätzliche Kosten hierfür vorschießen zu müssen. Allerdings bedarf es hierbei auch eines guten Durchhaltevermögens, sodass vor allem die Möglichkeit der Sondertilgung in Anspruch genommen werden sollte, um situationsabhängig flexibel zu bleiben.




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