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Renovierung des Badezimmers

Nach etwa 15 bis 25 Jahren sollte ein Badezimmer renoviert werde. Wer dies keine Handwerker machen lassen möchte, kann es in Eigenregie versuchen. Allerdings ist dabei einiges zu beachten. Ein wenig Hintergrundwissen sollte vorhanden sein - ansonsten ist das Badezimmer ein schlechter Ort, um seine ersten Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln. Die sanitären Anlagen müssen korrekt installiert werden, damit das Wasser nur an den dafür vorhergesehen Stellen austritt - andernfalls kann sich hinter der Wand Schimmel bilden, der eine erneute Renovierung des Bads nach sich ziehen könnte. Wenn die sanitären Objekte gar nicht erneuert werden sollen, ist die Renovierung zwar ein wenig einfacher - aber das Verlegen der Fliesen braucht wiederum einiges an Geschick, damit sie gleichmäßig sind.


Inhalt:
  • Fliesenspiegel erneuern
  • Wände abdichten
  • Kann Holz im Badezimmer verwendet werden?
  • Erneuern der Duschkabine oder Duschabtrennung
  • Kosten der Renovierung
  • Badekabine mit Fliesenspiegel

    Fliesenspiegel erneuern

    Mit einem Bohrhammer und einem Meißelaufsatz können die Fliesen von den Wänden und gegebenenfalls vom Boden entfernt werden. Nach diesem Abschlagen ist es wichtig, wieder einen glatten und tragfähigen Untergrund herzustellen. Ein Verputzen ist ebenso möglich wie das Arbeiten mit Lattung und Bauplatten. An den nun wieder glatten Untergrund können erneut Fliesen angebracht werden. Wenn nicht das gesamte Bad gefliest werden soll, empfiehlt sich ein Fliesenspiegel zumindest im Bereich der Dusche und/oder der Badewanne. Spritzendes Wasser kann so nicht in die Wände einziehen und dem Schimmel wird effektiv vorgebeugt. Auch um das Waschbecken herum können Fliesen nützlich sein. Der Fußboden sowie die Decke müssen allerdings nicht zwingend gefliest werden.



    Wände abdichten

    Trotz teilweise gefliester Wände sollte die restliche Fläche abgedichtet werden. Dies funktioniert mit speziellen Duschabdicht-Anstrichen. Besonders im Bereich des Spitzwasser ist dieses zu empfehlen - da im Bad aber oft eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, die in die Wände ziehen kann bei unzureichender Belüftung, ist es ratsam, alle Wände mit diesem Anstrich zu versehen, ehe sie gestaltet werden. Sollten sanitäre Anlagen neu verlegt werden, ist es wichtig, die Rohre zudem mit einem speziellen Abdichtband zu umgeben, damit möglicherweise austretendes Wasser nicht in die Wände sickern kann. Weitergearbeitet werden sollte erst, wenn die Anstriche komplett trocken sind.


    Kann Holz im Badezimmer verwendet werden?

    Bademöbel aus HolzHolz wird nur selten in Bädern benutzt. Ständiger Kontakt mit Wasser kann das Material aufquellen lassen, es kann sich Schimmel bilden. Dabei ist dies meist nur eine Folge von unsachgemäßer Installation der Holzelemente oder einer nicht guten Pflege dieser. Es ist sehr gut möglich, das natürliche Material im Badezimmer zu verwenden - und sogar empfehlenswert, da es eine antibakterielle Wirkung hat. Die Pflege ist zudem einfach: Abwischen, mit Hartwachsöl einreiben. Durch das Öl wird laut Baumarkt.de verhindert, dass das Holz durch Wasser aufquillt - auch diese Gefahr ist daher gebannt. Die Schimmelgefahr ist zudem nicht höher als in anderen Bädern auch. Ein regelmäßiges und ausreichendes Lüften ist daher in jedem Badezimmer nötig. Allerdings ist nicht jedes Holz für das Badezimmer geeignet. Es ist wichtig, dass das Material ruhig ist - Eine Holzart, die empfindlich auf Feuchteschwankungen reagiert, eignet sich eher nicht. Rote Tropenhölzer neigen zudem dazu, bei Feuchtigkeit roten Farbstoff abzugeben und so beispielsweise feuchte Handtücher, die auf dem Holz liegen, zu verfärben. Eiche andererseits ist zwar für Möbel an sich geeignet, nicht jedoch für das Badezimmer: Durch Reinigungsmittel und Säuren treten Flecken auf dem Holz auf, was nach kurzer Zeit schon nicht mehr schön aussieht.


    Erneuern der Duschkabine oder Duschabtrennung

    Bad mit DuscheStatt alle sanitären Anlagen zu ersetzen, kann auch nur die Dusche oder die Duschabtrennung ausgetaucht werden. Vor allem die Abtrennung wird relativ häufig gewechselt - durch die beinahe ständige Feuchtigkeit in der Duschkabine bildet sich hier gerne Schimmel. Außerdem ist Wasser in einigen Gebieten Deutschlands sehr kalkhaltig, sodass die Abtrennung nach einiger Zeit nicht mehr schön aussieht. Je nach installierte Dusche ist es möglich, nur die Abtrennung auszutauschen oder die gesamte Kabine. Wer sich mit der Verlegung von Rohren nicht so gut auskennt, sollte nach Möglichkeit die erste Variante in Betracht ziehen. Durch eine hochwertige Abtrennung kann zudem das ganze Bad aufgewertet werden - auf Baddepot.de finden sich einige schöne Beispiele dafür. Besonders Abtrennungen aus Glas sind eine sehr gute Aufwertung des Raums - und machen diesen zudem größer, da der Blick ungehindert hindurchschweifen kann.


    Kosten der Renovierung

    Es spielen einige Faktoren eine Rolle bei der Badrenovierung, die alle die Kosten in die Höhe treiben können:


  • Die Größe des Bads
  • Das verwendete Material
  • Der Hersteller der einzelnen Produkte
  • Der Umfang der gewünschten Ausstattung

  • Sollen keine sanitären Anlagen ersetzt werden, sind die Kosten vergleichsweise günstig - mit dem Ersetzen dieser ist der Heimwerker aber bei einer Komplettrenovierung für ein kleines Bad bei etwa 7000 Euro an Kosten. Nach oben hin sind diesem Preis keine Grenzen gesetzt. Es lohnt sich daher, auf diese Renovierung hin zu sparen, damit das nötige Kapital vorhanden ist, wenn das Badezimmer renoviert werden sollte - wie in der Einleitung erwähnt, steht dies etwa alle 15 bis 25 Jahre an.


    Bild 1: pixabay.com © remodelsink CC0 1.0
    Bild 2: © PascalR - Fotolia
    Bild 3: © Dmitry Ersler - Fotolia


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