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Alles über das Baukindergeld 2023 und seine Nachfolger

von Hans Wagner
Alles über das Baukindergeld 2023 und seine Nachfolger

Das Baukindergeld ist ein staatlicher Zuschuss, der zahlreichen Familien in den letzten Jahren dabei geholfen hat, Wohneigentum zu erwerben. Doch wie sieht es mit diesem Förderprogramm im Jahr 2023 aus? Was sind die Alternativen oder Nachfolger des Baukindergelds?

Baukindergeld bis 2023: Rückblick und Ausblick

(c) Canva

Das Baukindergeld wurde im September 2018 eingeführt, um Familien beim Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum finanziell zu unterstützen. Das KfW-Programm sah dabei eine Förderung von bis zu 12.000 Euro pro Kind für den Zeitraum von zehn Jahren vor. Die letzte Frist zur Beantragung dieses Baukindergeldes endete am 31. Dezember 2020.

Mit Blick auf das Jahr 2023 stellt sich nun die Frage, welche Alternativen und Nachfolger es zum Baukindergeld gibt. Eine ähnliche Förderung wie das bisherige Programm ist momentan noch nicht konkret geplant. Trotzdem gibt es einige Optionen und Möglichkeiten, den Traum von den eigenen vier Wänden auch ohne das Baukindergeld Wirklichkeit werden zu lassen.

Die einkommensorientierte Förderung (EOF)

Die einkommensorientierte Förderung (EOF) richtet sich an Haushalte mit besonderem Bedarf an Wohnraum. Dabei wird das Einkommen der Antragssteller geprüft, und eine individuelle Förderung ermittelt. Für Familien mit Kindern kann diese Förderung als eine Alternative zum Baukindergeld angesehen werden.

So funktioniert die einkommensorientierte Förderung

Voraussetzung für die Beantragung einer einkommensorientierten Förderung ist ein gültiger Wohnberechtigungsschein (WBS). Die Höhe der Förderung richtet sich nach dem „Anpassungsfaktor“, welcher auf Grundlage des Jahreseinkommens berechnet wird. Der Anpassungsfaktor wird dabei etwas niedriger gesetzt, wenn mehr Kinder im Haushalt leben.

Weitere Voraussetzungen für den Bezug von gefördertem Wohnraum im Rahmen der EOF sind:

  • kein eigenes wohnwirtschaftliches Vermögen besitzen,
  • keine weitere Wohnung im Eigentum haben,
  • eine bestimmte Größe der Wohnung nicht überschreiten (abhängig von der Anzahl der Personen im Haushalt).

Nachfolgeprogramme und Alternativen zum Baukindergeld

Obwohl es momentan keine konkrete Nachfolge oder Fortführung des Baukindergelds gibt, bestehen doch einige alternative Möglichkeiten, um Wohneigentum zu fördern und für Familien finanzierbar zu machen:

KfW-Förderungen beim Neubau oder Kauf von Wohneigentum

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet verschiedene Förderungen, die sich an Familien und Alleinstehende richten, welche den Kauf oder Bau von Wohneigentum planen. Dazu zählen zum Beispiel das KfW-Wohneigentumsprogramm oder das Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren. Hierbei werden günstige Darlehen und teilweise steuerliche Vorteile zur Verfügung gestellt, um den Weg ins Eigenheim ebnen.

Hausbanken und Bausparkassen: Vergünstigte Kredite und Angebote

Viele Hausbanken und Bausparkassen bieten spezielle Produkte für den Immobilienerwerb an, die eine finanzielle Entlastung darstellen können. Dazu gehören zinsgünstige Darlehen mit möglichen Tilgungszuschüssen, oder auch Riester-Bausparverträge bzw. Riester-Darlehen, die staatlich durch Zulagen gefördert werden.

Die Zukunft des Baukindergelds – politische Überlegungen

Auch wenn es aktuell keine konkrete Fortführung des ursprünglichen Baukindergeldes für 2023 gibt, steht das Thema Wohneigentumsförderung weiterhin auf der Tagesordnung politischer Diskussionen. So gibt es immer wieder Anregungen und Ideen seitens verschiedener Parteien, wie eine künftige Förderung aussehen könnte.

Anpassung von Grunderwerbsteuer und Freibeträgen

Zu den möglichen politischen Optionen zählt beispielsweise eine Reform der Grundsteuer. Diese könnte Steuerentlastungen für Familien bringen, indem die Grunderwerbsteuer gesenkt oder sogar abgeschafft wird und höhere Freibeträge gewährt werden.

Neukonzeption einer Wohneigentumsförderung

Eine andere Idee ist, das Baukindergeld neu zu erfinden. Hierfür könnten höhere Förderbeträge für Familien mit kleinem Einkommen oder förderungswertige Kaufpreis-Obergrenzen in Ballungsgebieten eingeführt werden. Ein solider Nachfolger des Baukindergeldes könnte so dafür sorgen, dass auch 2023 und darüber hinaus weiterhin Wohneigentum für Familien erschwinglich bleibt.

Abschließende Überlegungen zum Baukindergeld 2023

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es trotz des Auslaufens des klassischen Baukindergelds noch immer Möglichkeiten gibt, um Familien beim Erwerb von Wohneigentum zu unterstützen. Die einkommensorientierte Förderung (EOF), KfW-Förderungen sowie Bank- und Bausparkassen-Angebote sind vielversprechende Alternativen. Die politische Diskussion über die Zukunft des Baukindergelds liegt jedoch weiterhin in den Händen der Entscheidungsträger.

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