Wohngeld - Staatliche Unterstützung bei geringen Einkommen

Ist das eigene Einkommen zu niedrig, um eine angemessene Mietwohnung zu bezahlen, dann springt der Staat mit der Zahlung von Wohngeld ein. Dabei spielen verschiedene Faktoren für die Höhe des Zuschusses eine Rolle. Üblicherweise können sich Mieter mit geringem Einkommen bei den Mietervereinen informieren. Unabhängig ist die Gewährung von Wohngeld aber von Neu- oder Altbau und ob die Wohnung frei finanziert wurde oder mit öffentlichen Mitteln gefördert. Der Antrag auf Wohngeld für eine angemessene Wohnung wird bei der Wohngeldstelle der Gemeinde gestellt. Meist helfen die Wohngeldstelle oder der Mieterverein beim Ausfüllen der Unterlagen. Das Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt, danach muss es erneut beantragt werden. Für die Höhe des gewährten Zuschusses spielen das Familieneinkommen, die Belastung durch die Miethöhe, sowie die Familiengröße eine wichtige Rolle, so dass keine pauschalen Aussagen zur genauen Höhe des Wohngeldes getroffen werden können. Zur Familiengröße zählen im Rahmen der Beurteilung für das Wohngeld alle zum Haushalt gehörenden Familienmitglieder, wie Kinder, Ehepartner, Nichten und Neffen oder Eltern und Großeltern. Untermieter und Ehegatten, mit denen bereits das Trennungsjahr vollzogen wird, zählen hingegen nicht. Beim Familieneinkommen müssen die Einkünfte aller Familienmitglieder angegeben werden. Dazu zählen Arbeitslosengeld, Gehalt, Rente usw. Allerdings dürfen Werbungskosten und Freibeträge abgezogen werden, die insbesondere bei Unterhaltsverpflichtungen und für Alleinerziehende gelten. Die Mietbelastung setzt sich dagegen aus der Miete, den Neben- und Betriebskosten zusammen. Dabei werden jedoch von der Wohngeldstelle Obergrenzen festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen. Sie richten sich nach der jeweiligen Gemeinde und einer Mietstufe, in die diese eingeordnet wurde.

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