Sinkende Förderung für Solaranlagen ab 2010

Solaranlagen, die der alternativen Energie zugeordnet werden, stehen derzeit bei deutschen Verbrauchern hoch im Kurs. Einerseits kann damit die Umwelt entlastet werden, andererseits wird es möglich, die eigenen Kosten zu senken.

Denn für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom erhalten die Betreiber einer Photovoltaikanlage eine Einspeisevergütung. Deren Höhe sinkt automatisch von Jahr zu Jahr. Dabei ist das Jahr der Inbetriebnahme entscheidend, ab diesem Jahr wird laut Erneuerbare Energien Gesetz die Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert.

Doch ab dem kommenden Jahr werden eben diese Vergütungen drastisch sinken, wie kürzlich die Bundesnetzagentur mitgeteilt hat. Denn neben der normalen Absenkung der Vergütung spielt es auch eine Rolle, wie viele Anlagen in der Vergangenheit gebaut wurden.

In der Zeit von Oktober 2008 bis September 2009 wurden insgesamt 2.340 Megawatt Solarleistung verbaut. Ab 1.500 Megawatt sinken die solaren Förderungen jedoch stärker, so dass die Betreiber von Solaranlagen, die im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden, mit erheblich niedrigeren Vergütungen rechnen müssen.

Für die Verbraucher bedeutet die Förderung von Solarstrom eine finanzielle Belastung. Alleine die im vergangenen Jahr gebauten Solaranlagen bringen laut eigenen Zahlen der Bundesnetzagentur Kosten in Höhe von 13 Milliarden Euro mit sich. Diese müssen solidarisch von allen Stromverbrauchern gezahlt werden, da die Kosten für die Solarförderung auf den Strompreis aufgeschlagen wird.

Bisher macht Solarstrom gerade einmal 0,6 Prozent der gesamten Stromerzeugung aus. Doch langfristig wird sich der Anteil steigern, ebenso wie die Kosten für die Verbraucher. Dennoch sollten diese sich durch die sinkenden Vergütungen nicht zu vorschnellen Entscheidungen hinreißen lassen.

Die seriösen Firmen für Solaranlagen sind ohnehin bis Ende des Jahres ausgebucht, so dass bei diesen keine Anlage mehr für die diesjährige Installation bestellt werden kann. Außerdem sinken die Preise für Solaranlagen stetig, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Damit können verringerte Vergütungen wieder aufgefangen werden, weshalb eine zu schnelle Entscheidung nicht sinnvoll ist. Besser ist es, die Anlagen in aller Ruhe zu planen und die Preise zu vergleichen.

Autor: intoh marketing

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