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Nutzfläche

Nutzfläche

Als Nutzfläche einer Wohnung oder eines Hauses werden die Flächen bezeichnet, die einer konkret definierten Zweckbestimmung zugeführt werden können. Allein schon diese Definition zeigt, dass die Nutzfläche eines Hauses immer größer als die Wohnfläche oder die vermietbare Gewerbefläche sein muss. Eine detaillierte Auflistung und Deklarierung der Nutzfläche ist in der DIN 277 zu finden. Sie nimmt zuerst einmal eine grobe Gliederung in Hauptnutzfläche und Nebennutzfläche vor.

Als weitere Einteilung wird bei der Hauptnutzfläche die mögliche Art der Nutzung zugrunde gelegt. Das betrifft zum Einen Wohnen und Aufenthalt. Darüber hinaus gibt es Nutzflächen für die Büroarbeit, für die Produktion, für das Lagern und Verkaufen, für Unterricht und Kultur sowie für Heilen und Pflegen. Als Nebennutzungsräume werden Schutzräume, Garagen und auch Sanitärräume bezeichnet.

Von der Nutzfläche eines Hauses ausgenommen sind die Funktionsräume. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Heizungsräume, die Räume zum Sammeln des Abfalls aus Müllschluckern sowie um Maschinenräume und diejenigen Räume, die zum Beispiel die zentralen Schaltschränke für die Stromversorgung oder die Absperreinrichtungen für Wasser und Gas beinhalten. Öffentliche Verkehrsflächen gehören ebenfalls nicht zur Nutzfläche eines Hauses. Das sind die Eingangsbereiche mit den Briefkästen, die Treppenhäuser, die Flure außerhalb der Mietbereiche und die Aufzüge.

Für Grundstücke gibt es ebenfalls den Begriff Nutzfläche, der beispielsweise bei landwirtschaftlichen Betrieben zur Anwendung kommt. Hier fallen unter die Nutzfläche sämtliche Wiesen, Ackerflächen und Weiden, die zu einem landwirtschaftlich genutzten Anwesen gehören.


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