Nebenkosten - Betriebskosten - Was sind Nebenkosten und wie ist die Zusammensetzung?

Nebenkosten

Als Nebenkosten werden all diejenigen Kosten bezeichnet, die zusätzlich zu einer Hauptforderung erhoben werden. Im mietrechtlichen Sinne handelt es sich um die umlagefähigen Betriebskosten, die in die Gesamtmiete eingerechnet werden müssen. Die Hauptforderung stellt hier die Kaltmiete dar. Als Kaltmiete wird im Fachjargon das Entgelt bezeichnet, das der Eigentümer allein dafür bekommt, dass er dem Mieter oder Pächter die Räume zur Nutzung überlässt.

Wird für die Erstellung von Wohnraum eine Finanzierung benötigt, dann bezeichnet man als Nebenkosten die Aufwendungen, die zur Erlangung und Abwicklung des Kreditvertrages neben den Raten zur Tilgung und Zinsen entstehen. Sie reichen von den Kosten für die Ermittlung des Beleihungswertes einer Immobilie über die Abschlussgebühren für den Kredit bis hin zu den Kosten, die für das Beibringen von Sicherheiten oder die Eintragung eines Grundpfandrechtes im Grundbuch entstehen.

Auch beim Kauf einer Immobilie fallen neben dem Kaufpreis weitere Nebenkosten an. Sie beginnen bei den Gebühren für die Eintragung einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch über die Kosten einer eventuell notwendig werdenden Neuvermessung des Grundstücks und die Gebühren, die man für den über einen Notar zu schließenden Kaufvertrag entrichten muss, bis hin zu den Gebühren für die endgültige Änderung der Eigentümerdaten im Grundbuch. Auch die vom Fiskus erhobene Grunderwerbssteuer sollte bei der Berechnung der Nebenkosten für den Kauf einer Immobilie nicht vergessen werden.

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