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Maklerprovision - Maklergebühr - Was ist die Maklerprovision?

Maklerprovision

Zwischen einem Eigentümer oder einem Interessenten und dem Makler kommt ein Vertrag auf der Grundlage der Paragrafen 652 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches der Bundesrepublik Deutschland zustande. Er ist weder mit dem Dienstvertrag noch mit dem Werksvertrag vergleichbar, denn der Makler ist nicht zur Tätigkeit verpflichtet. Eine Formvorschrift für den Maklervertrag gibt es nicht, er kommt also auch durch mündliche Absprache oder so genanntes „schlüssiges Verhalten“ zustand. Letzteres bedeutet, dass beide Vertragsparteien allein durch ihr Verhalten erkennen lassen, dass sie beabsichtigen, miteinander einen Maklervertrag eingehen zu wollen.

Im Rahmen dieses Vertrages wird eine Maklerprovision vereinbart. Dabei handelt es sich um ein erfolgsabhängiges Entgelt für den Vermittler. Dabei sind unterschiedliche Höhen in Abhängigkeit von der Art der Vermittlung möglich. Bei einem privaten Immobilienverkauf beträgt die Maklerprovision üblicherweise zwischen drei und sieben Prozent des ausgehandelten Kaufpreises. Bei einer erfolgreichen Vermittlung einer Vermietung, darf die Maklergebühr nach dem Wohnraumvermittlungsgesetz maximal in Höhe von zwei Monatskaltmieten netto erhoben werden. Werden die Geschäfte im gewerblichen Immobilienhandel getätigt, kann die Maklerprovision frei verhandelt werden.

Bei der Maklerprovision sind unterschiedliche Vereinbarungen zur Übernahme der Kosten denkbar. Häufig wird sie zu gleichen Teilen vom Käufer und Verkäufer bzw. Eigentümer und Mieter getragen. Abweichende Regelungen, bei denen einer der Beteiligten die gesamte Last der Maklergebühren zu tragen hat, sind ebenfalls rechtlich zulässig.


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