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Haus kaufen in den Großstädten:

Ein Haus kaufen: So finden Sie Ihre Traumimmobilie

Ein Eigenheim ist der Traum so mancher Familie. Und die Statistik zeigt: Die Mehrheit der Käufer bevorzugt dabei eine gebrauchte Immobilie. 2,09 Millionen Menschen haben in 2016 solch ein Haus gewählt (Quelle Statista.de). Doch Haus ist nicht gleich Haus – hier stehen verschiedene Modelle zur Auswahl. Und auch bei der Finanzierung sollte auf einiges geachtet werden.

Die unterschiedlichen Typen: Verschiedene Häuser stehen zur Auswahl

Die grundsätzliche Frage, die sich vor einem Hauskauf stellt, ist die nach den Bedürfnissen. Wie groß soll das Haus sein? Welche Fläche wird benötigt? Wie viel Zimmer sind wichtig? Braucht es einen Garten, eine Terrasse oder reicht ein Balkon? Auch die Frage nach der Lage ist wichtig – soll das Haus eher alleinstehend sein oder kann es sich in eine Siedlung integrieren?

Denn danach richtet sich die Auswahl bei der Immobilie. Familien mit Kindern haben andere Bedürfnisse als ein Paar ohne Familienplanung. Hobbys und Freizeitgestaltung sind ebenso nicht selten ausschlaggebend für den Haustyp. So können Sie folgende Häuser beispielsweise kaufen:


  • Einfamilienhaus
  • Doppelhaus
  • Mehrfamilienhaus
  • Reihenhaus
  • Bungalow
  • Villa
  • Bauernhaus

Einfamilienhaus

Dieser Haustyp ist – wie der Name schon sagt – für eine Familie gemacht. Es beherbergt meist nur eine Küche, verschiedene Zimmer, ein Hauptbad und in manchen Fällen auch ein Gästebad. Einfamilienhäuser sind mit und ohne Balkon, Terrasse und Garten zu kaufen. Sie können einzeln in der Landschaft stehen, aber auch in eine Haussiedlung eingegliedert sein. Dieser Haustyp erstreckt sich oft über mehrere Etagen. In manchen Fällen besitzen Einfamilienhäuser auch eine Einliegerwohnung – eine Wohneinheit mit separatem Zugang, die entweder vermietet werden kann oder für die Kinder zum späteren selbstständigen Wohnen sehr gut geeignet ist.

Doppelhaus

Wer solch ein Haus kauft, wohnt alleine, ist aber dennoch nicht einsam abgetrennt. Hier sind zwei Einfamilienhäuser aneinander gebaut und meist einheitlich gestaltet. Oft sind sie an der Seite miteinander verschmolzen, seltener als Back-to-back-Bebauung an der Rückenwand. Dennoch ist jedes Haus für sich eine eigene Wohnform. Ein großer Vorteil dieses Häusertyps sind geringere Heizkosten, da weniger Außenwände vorhanden sind. Als Nachteil kann gesehen werden, dass auch der Garten des Nachbarn direkt nebenan ist. Auch bleibt eine Wand fensterlos. Es gibt auch die Variante der Doppelhaushälfte. Hier sind zwei Wohneinheiten in einem Haus eingebaut, mit eigenem Zugang, aber dennoch innerhalb eines Gebäudes. Daher ist hier der Platz oft geringer als im Einfamilienhaus.

Mehrfamilienhaus

Hier wohnen mehrere Parteien in einem Haus. Oft sind hier über die Etagen verteilt verschieden große Wohnungen eingebaut. Dieser Haustyp lohnt sich nur für Menschen, die auch als Vermieter agieren wollen und die Geselligkeit mögen. Nach dem Wohnungseigentumsgesetz kann ein Mehrfamilienhaus aber auch von mehreren Eigentümern besessen werden.

Reihenhaus

Diese Hausform steht dem Namen nach in einer Reihe. Die Häuser sind parallel zur Straße gebaut und stehen Wand an Wand. Wer hier ein Haus in der Mitte aussucht, hat daher zwei Seitenwände ohne Fenster, jedoch eine große Ersparnis in den Heizkosten. Oft bestehen sie aus zwei Etagen und wirken in der Raumaufteilung länglich. Das Reihenhaus ist nur für Personen gemacht, die nicht die Einsamkeit lieben. Denn Vorgärten oder hinterer Gartenbereich sind ebenfalls von beiden Seiten von Nachbarn umgeben. Ein Vorteil hingegen ist der niedrigere Preis gegenüber manch anderem Haustyp.

Bungalow

Diese Hausvariante kommt architektonisch immer mehr im Trend, nachdem bereits in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Boom vorhanden war. Bei einem Bungalow ist die Wohnfläche nur auf einer Etage verteilt, das Haus von einem Flachdach oder anderem niedrigen Dach bedeckt. Der große Vorteil ist hierbei die Barrierefreiheit – das Haus besitzt keine Treppen und ist somit auf hervorragend für das Alter geeignet. Nicht selten wird ein Bungalow auch als Ferienhaus oder Sommerhaus gedeutet. Doch das ist längst nicht die einzige Nutzungsform. Auch als vollständiges Wohnhaus gibt es inzwischen die verschiedensten Bungalows – mit Garten und ohne, mit Terrasse, einzeln stehend oder in einer Häusersiedlung. Nur ein Balkon schließt dieser Haustyp aus. In seltenen Fällen kann ein Bungalow auch unterkellert sein.

Villa

Meist sind Villen ehemalige Herrenhäuser oder Landhäuser. Aber auch in der Stadt kann dieser Haustyp vorkommen: als Stadtvilla. Eine Villa verkörpert einen gehobeneren Lebensstil, wie es einst die Landbesitzer gegenüber den Landarbeitern taten. Sie ist nur für den größeren Geldbeutel gemacht, hat oft unzählige Zimmer, mehrere Bäder und Etagen. Balkone, Terrassen und Erker gehören ebenso nicht selten in mehreren Varianten zu einer Villa. Charakteristisch sind auch Türme und Vorgärten.

Bauernhaus

Diese Hausform findet sich vor allem im ländlichen Bereich oder in ehemaligen Dorfkernen, die von Städten eingemeindet wurden. Ein Bauernhaus ist meist größer als ein Einfamilienhaus. Mit Scheune und landwirtschaftlichen Grundstücken wird es sogar als Bauernhof angeboten. Die Bausubstanz ist oft alt, manchmal sogar baufällig. Hier können handwerklich begabte Käufer Schnäppchenpreise ergattern und sich anschließend kreativ austoben. Sonderformen sind Dreiseiten- oder Vierseitenhöfe, die eine Bauernhofanlage darstellen. Wer ein Bauernhaus kauft, kann auch viele Tiere unterbringen und eine Selbstversorgung anstreben.

Tipp: Es gibt noch zahlreiche weitere Haustypen. Auch die Bauweise ist dabei ausschlaggebend. Neubauten können im Fertighausstil, in der Massivbauweise oder sogar als Energieeffizienzhaus gefertigt sein. Hier gibt es eine enorme Bandbreite im Angebot.

Kaufpreis, Anzahlung und Kredit: Die Finanzierung eines Hauskaufes

Es gibt die unterschiedlichsten Häuser für die unterschiedlichsten Budgets. So manches Schnäppchen ist schon ab 50.000 Euro zu kaufen. Das ist aber entweder ein besonders kleines Haus oder in schlechtem Zustand – Renovierungen und Sanierungen werden notwendig sein. Aber auch mehrere Hunderttausende oder sogar Millionen können so manche Häuser kosten. Der aktuelle Durchschnittspreis für ein Haus in Deutschland liegt bei 349.524, 82 Euro.

Die wenigsten Hauskäufer haben diese gesamte Kaufsumme auf dem Konto. In den meisten Fällen wird solch ein Kauf finanziert. Diese Form der Zahlung basiert auf zwei Grundpfeilern:


  1. bisherigen Ersparnissen
  2. Bankkredit

Die Ersparnisse sollten bei einem Hauskauf nicht zu gering sein. Experten raten dazu, rund 20 bis 30 Prozent des Preises bereits zu besitzen – Tendenz steigend. Denn je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto günstiger wird der Hauskauf. Geld, das bei der Bank geliehen werden muss, kostet Zinsen. Aktuell sind diese sehr niedrig, sodass sich der Hauskauf besonders lohnt. Je länger die Finanzierung läuft, desto höher ist auch das Risiko, sich durch Arbeitslosigkeit, Krankheit und anderen Schicksalsschlägen zu verschulden. Auch sollte in die Rechnung die Überlegung eingehen, wie hoch die monatliche Tilgungsrate des Kredites ist. Am besten übersteigt sie die bisherige Mietzahlung nicht.

Tipp: Zwangsversteigerungen ermöglichen nicht selten einen Hauskauf zu einem besonders niedrigen Preis. Denn die Häuser gehen nicht selten weit unter ihrem Wert über den Ladentisch. Die Zwangsversteigerungen werden von Amtsgerichten durchgeführt. Unbedarfte sollten sich jedoch hier einen Immobilienmakler an die Seite holen, denn so manche Stolperfallen gibt es auch bei diesem Kauf.

Vorgehen: Einige Tipps bei der Auswahl

Sind Sie auf der Suche nach Ihrem Traumhaus? Dann sollten Sie beim Kauf einige Dinge beachten. Viele gebrauchte Häuser werden nach dem Prinzip „gekauft wie gesehen“ verkauft. Daher sollte unbedingt eine ausführliche und vollständige Hausbesichtigung vorgenommen werden. Nehmen Sie sich generell viel Zeit, lassen Sie sich nicht drängeln und gehen Sie keine unnötigen Kompromisse ein. Auch ist es fast unmöglich, alles bei einer Besichtigung zu beurteilen. Nutzen Sie daher die Möglichkeit eines zweiten Vororttermins und lassen Sie sich dabei von einem Experten begleiten.

Tipp: Verbraucherzentralen bieten hier unterschiedliche Checklisten an, die bei solch einer Besichtigung helfen können.

Eine weitere Grundlage für einen erfolgreichen Hauskauf ist der ausgewogene Kaufvertrag. Dieser läuft klassischen über einen Notar, der bei einem Kauf von Grund und Boden sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Ein Fertighauskauf bedarf keines Notars. Ist der Kaufvertrag vom Notar beurkundet, kann er nicht mehr rückgängig gemacht werden. Auch Nachbesserungen sind praktisch unmöglich. Daher nehmen Sie sich Zeit, sprechen Sie Kaufverträge mit dem Immobilienmakler durch und lassen Sie sich ausgiebig beraten.

Zusammenfassung

Ein Haus zu kaufen ist ein gängiger Weg ins Eigenheim. Dabei stehen jedoch viele verschiedene Typen zur Auswahl. Hier sind die Bedürfnisse des Käufers ausschlaggebend. Aber auch der Kaufpreis und das vorhandene Budget müssen zusammenpassen. Ein Haus kann nicht selten mittels einer Finanzierung gekauft werden.

Fakten:


  1. Es gibt verschiedene Haustypen zu kaufen – vom Einfamilienhaus über den Bungalow bis hin zur luxuriösen Stadtvilla.
  2. Der aktuelle Durchschnittskaufpreis für ein Haus liegt derzeit in Deutschland knapp unter 350.000 Euro.

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