Fachleute vom TÜV Süd machen darauf aufmerksam, dass die Qualität einer Immobilie nicht zuletzt von Anzahl, Größe und Umfang ihrer kleinen Ritzen und Fugen abhängt. Besonders die fachgerechte Ausführung der Fugen mit Dehn- oder Schallschutzfunktion beeinflussen die Qualität eines Hauses erheblich.
Dehnungsfugen haben die Aufgabe, das Ausdehnen, Schwinden und Bewegen von unterschiedlichen Bauteilen und Materialien im Haus auszugleichen. Vor allem in größeren Gebäuden mit mehreren Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen spielen diese Fugen eine wichtige Rolle.
In den Häusern aus den 70er Jahren wurden oft Betonfertigteile und elastische Fugenabdichtungen verarbeitet, werden diese im Laufe der Jahre beschädigt, kann das Risse im Mauerwerk oder Wasserschäden zur Folge haben.
Fugen zwischen Wand, Decke und Fußboden, im Randbereich von Estrichen oder auch an Treppen dienen dem wichtigen Schallschutz. Sie verhindern den Kontakt und damit die Schallübertragung zwischen den einzelnen Bauteilen. Werden diese Fugen mit festen Materialien verschlossen, entstehen Schallbrücken und somit unerwünschte Geräuschübertragungen im gesamten Haus.
Im allgemeinen fällt der erste Blick am häufigsten auf sogenannte Wartungs- und Arbeitsfugen, Fugen zwischen Wand und Decke, Fugen zwischen Balkontür und Balkon oder auch Fugen zwischen Wand und Fliesenboden. Hier steht häufig die optische Funktion im Vordergrund. Auch optische Fugen, ohne technische Funktion, sollten regelmäßig beobachtet und gepflegt werden.
Sollten Risse oder Löcher in den Fugen zum Balkon, der Terrasse oder im Bad sichtbar werden, ist es anzuraten, diese schnellstmöglich auszubessern oder abzudichten, anderenfalls könnte es zu Wasserschäden kommen.
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