Energiepass - Energiesparverordnung - Pass für Energie - Was ist der Energiepass?

Der Energiepass

Der Energiepass ist eine Bescheinigung auf der Grundlage der Energieeinsparverordnung der Bundesrepublik Deutschland, die am 1. Februar 2002 in Kraft getreten ist. 2007 wurde sie noch einmal überarbeitet und an die Bestimmungen der EG Richtlinie 200/91/EG „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ angepasst.

Notwendig wird der Energiepass, wenn ein Gebäude neu errichtet wird oder eine Nutzungsänderung oder Erweiterung erfolgt. Er gibt je nach Art des Gebäudes Auskunft über den Energiebedarf oder den Energieverbrauch. Liegt für ein pflichtiges Gebäude, dessen Räume vermietet werden sollen, kein Energiepass vor, können gegen den Eigentümer Bußgelder verhängt werden. Im Einzelfall können sie eine Höhe von bis zu 15.000 Euro umfassen.


Der Energiebedarf wird immer in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Kalenderjahr angegeben. Das gilt sowohl für Wohngebäude als auch Gebäude mit einer beabsichtigten gewerblichen Nutzung. Für öffentliche Gebäude gelten besondere Vorschriften. Wer den Energiepass für Gebäude ausstellen darf, ist in den einzelnen Bundesländern geregelt.

Allgemein kann man davon ausgehen, dass Hochschulabsolventen der Fachgebiete Hochbau, Architektur, Bauingenieurswesen und Gebäudetechnik sowie Bauphysik dazu berechtigt sind. Allerdings müssen sie entweder über eine mehrjährige praktische Erfahrung oder eine Zusatzqualifikation im Bereich energiesparendes Bauen verfügen.

Eine verbindliche Aussage darüber, wie viel Energie das Gebäude am Ende tatsächlich verbraucht, gibt der Energiepass nicht. Der tatsächliche Verbrauch wird auch vom Verhalten der Nutzer und die Witterungsbedingungen beeinflusst.

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