Baupreise so günstig wie lange nicht mehr
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Seit 2004 sind die Baupreise in Deutschland um etwa 15 % stark angestiegen. Ursache dafür sind unter anderem der Wegfall der Eigenheimzulage, die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die viel zu hohen Rohstoffpreise. Aktuell beruhigt sich der Markt, da die materialbedingten Baukosten zurückgehen. Chefvolkswirt der Postbank AG Dr. Marco Bargel besagt, dass es in den nächsten Jahren wieder steigende Baupreise geben wird. Aus diesem Grund gibt es wohl kaum eine bessere Gelegenheit, an die eigenen vier Wände heranzukommen als derzeit.

In den vergangenen Jahren sorgten die Preise für Immobilien kaum um einen Anstieg der Baupreise. Dies wird sich jedoch langfristig ändern und man muss mit einer Anpassung rechnen. Interessant wäre auch der Neubau oder Kauf eines fertigen Eigenheims. Deutschland steht im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn gut da, da in den anderen Ländern die Preise stärker gestiegen sind. Die Kosten für ein Einfamilienhaus in Luxemburg, Großbritannien oder den Niederlanden liegen circa 20 % als in Westdeutschland nach Aussagen des statistischen Bundesamtes, sind die Baulandpreise seit dem Jahr 2000 von etwa 65 € pro Quadratmeter auf heute 130 € pro Quadratmeter gestiegen. Der Trend geht dahin, das Bauland in größeren Städten gekauft wird.

Die Finanzierung von Immobilien ist langfristig gesehen sehr günstig. Laut Marco Bargel, seien die Zinssätze auf den Anstieg der Inflationsrate moderat geblieben. Und die Banken haben bislang nur einen Teil der überzogenen Refinanzierung an die Kunden weitergegeben. Um langfristig von den niedrigen Zinsen profitieren zu können, sollten alle Kreditnehmer eine Zinsbindung über mehrere Jahre abschließen, so Bargel.

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