Betriebskosten - Nebenkosten - Was sind Betriebskosten?

Die Betriebskosten

Wie die Bezeichnung schon nahe legt, handelt es sich um die Kosten des Betriebs einer Immobilie. Ein sehr großer Teil dieser Kosten kann nach unterschiedlichen Schlüsseln auf der gesetzlichen Grundlage der Betriebskostenverordnung auf die Mieter und Pächter umgelegt werden. Sie sind eingeschränkt auf die Kosten, die bei einem „bestimmungsgemäßen Gebrauch der Mieträume“ entstehen.

Im Rahmen der Mietzahlung können die Betriebskosten auf zwei Wegen erhoben werden. So können die Vertragspartner eine Pauschale vereinbaren. Damit sind alle Leistungen abgegolten und es sind weder Nachforderungen noch Rückzahlungen möglich. Der zweite Weg ist die Vorauszahlung der Betriebskosten. Wird eine Vorauszahlung vereinbart, muss für die Betriebskosten vom Eigentümer oder Verwalter eine detaillierte Abrechnung erstellt werden und der Mieter muss nur das bezahlen, was an Kosten tatsächlich angefallen ist. Als Termin dafür nennt der Gesetzgeber die Frist von einem Jahr beginnend mit dem Ende der Abrechnungsperiode.

Einige der Betriebskosten werden über die Wohnfläche umgelegt. Das ist in aller Regel ein großer Teil der „kalten“ Betriebskosten wie beispielsweise die Grünanlagenpflege, Treppenhausbeleuchtung, Gebäudeversicherung oder der Winterdienst. Andere werden über die Personenzahl auf die Miete umgerechnet. Das ist häufig bei den Müllgebühren der Fall, da viele Entsorgungsunternehmen dazu übergegangen sind, sie ebenfalls nach Haushaltsgrößen zu berechnen. Die Kosten von Kaltwasser, Warmwasser und Heizenergie sollten bei den Betriebskosten immer anhand des individuellen Verbrauchs umgelegt werden. Dazu sind geeignete geeichte Zähler einzusetzen. Die Nutzungsentgelte für die Zähler fließen in die Abrechnung der Betriebskosten mit ein.

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