Wohnungen werden weniger gebaut
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Der Neubau von Häusern, Wohnungen und anderen Immobilien geht seit Jahren in Deutschland zurück. Die derzeitige angespannte wirtschaftliche Situation unterstützt diesen Rückgang, so sank 2008 die Zahl der Baugenehmigungen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Dieser Rückgang ist in anderen europäischen Ländern noch gravierender, zum Beispiel in Spanien und Irland. Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo belegt, dass in Europa immer weniger Wohnungen gebaut werden. Der fortschreitende Preisverfall bei Wohnimmobilien, eine restriktivere Kreditvergabe durch die Banken und steigende Arbeitslosenzahlen sind Gründe dieser Entwicklung.

In den letzten Jahren gab es in Irland und Spanien einen Bau-Boom, dadurch wurde über die Nachfrage hinaus gebaut, ungefähr eine Millionen neu gebauter Wohnungen konnten nicht verkauft werden.

In Deutschland wurden 2008 nur rund 152.000 neuen Wohnungen gebaut, der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Nach Schätzungen von Experten kann mit einer Erholung am Immobilienmarkt nicht vor 2011 gerechnet werden.

Dennoch ist die Versorgung mit Wohnungen im Bundesgebiet insgesamt gesehen als gut zu bewerten, meint der Bauexperte des Ifo-Instituts, Ludwig Dorffmeister. Regional gebe es große Unterschiede, in vereinzelten Gebieten gibt es einen Mangel an Wohnungen, in anderen Gegenden jedoch stünden viele Immobilien leer.

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