Stadtumbau Ost

In den Jahren 2002 bis 2009 stellten Bund, Länder und Kommunen insgesamt 2,5 Milliarden Euro für das Programm "Stadtumbau Ost" bereit. Verfallene Plattenbauten wurden abgerissen, Altbauten saniert und Stadtviertel verschönert, insgesamt verschwanden über 230.000 Wohnungen vom Markt und der Leerstand ging zurück.
Bundesminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will sich dafür einsetzen, dass die 2009 auslaufende Förderung bis 2016 auf gleichem Niveau fortgesetzt wird. Er sagte: "Das Programm Stadtumbau Ost war und ist für die Städte und Gemeinden in den neuen Bundesländern eine enorme Hilfe." Doch noch immer stehen viele unsanierte Altbauten leer. Wegen des anhaltenden Einwohnerverlustes empfehlen Gutachter bis 2016 weitere 250.000 Wohnungen abzureißen.
Ziel des Stadtumbaus ist es, nicht einfach nur Häuser abzureißen, sondern die einzelnen Wohngebiete aufzuwerten. Derzeit wird in den Innenstädten mehr Geld für die Aufwertung als für den Abriss ausgegeben. In Sachsen-Anhalt wurden seit 2002 landesweit mehr als 50.000 Wohnungen abgerissen, nach Schätzungen stehen noch ungefähr 17 Prozent der Wohnungen leer. In Sachsen verschwanden rund 72.000 Wohnungen, hier steht noch ca. jede siebte Wohnung leer. In Sachsen wurden weit über dem Bundesdurchschnitt rund 591 Millionen Euro für Bau und Aufwertung von Gebäuden investiert. Brandenburg investierte bisher 307 Millionen Euro der Fördermittel, Mecklenburg-Vorpommern rund 265 Millionen Euro Thüringen rund 271 Millionen Euro und Berlin bislang rund 150 Millionen Euro.

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